Flieder

Im Artikel „Moodboards“ vom 21. Februar (achherrje, der letzte Blogbeitrag ist wieder *schonsolange* her!) habe ich euch – hoffentlich – auf dieses Möbel im aufgefrischten Zustand gluschtig gemacht:

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Nun ist es also geworden und ist endlich spruchreif, denn es hat „Druckreife“ erlangt.

Für das Schweizer Monats-Magazin active live, Ausgabe vom April 2016 konnten meine Beste, Lady Rosegarden, und ich je ein Möbel mit Chalk Paint™ gestalten und einen Artikel dazu schreiben und bebildern, eine ganz neue Erfahrung.

Wir hatten die Idee zwei identische Möbel mit denselben Farbnuancen aus der Chalk Paint Linie zu gestalten, jede nach ihrer eigenen Vorstellung. In den Workshops sagen wir oft, dass die Möglichkeiten mit Chalk Paint grenzenlos sind und dass jede Möbelstreicherin ihre eigene Kreativität und Technik anwenden kann. Selbst wenn sechs Kursteilnehmerinnen identische Möbel streichen würden, so würde jedes anders aussehen und die Handschrift der Gestalterin tragen. Mit diesen beiden Möbeln (Arbeitsbezeichnung „Zwillingsmöbel“) wollten wir das zeigen. Und so sind die beiden „herausgekommen“ und von uns fürs Foto gestylt worden:

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 Im Artikel sieht es so aus (bitte entschuldigt die etwas blasse Qualität, Scannen ist nicht gerade die Stärke meiner IT-Anlage *schmunzel*):

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Es war eine tolle, wenn auch herausfordernde Erfahrung, diesen Zeitschriftenartikel zu „machen“. Auch wenn vordergründig alles Notwendige zum kreativen Berufsalltag gehört: Möbel streichen, erklären, wie man beim Möbel streichen vorgeht, schreiben… Das alles so zu machen, dass es journalistischen Ansprüchen genügt, war was ganz Neues für mich. Das Schreiben zum Beispiel: hier im Blog kann ich schreiben, wie mir der Schnabel gewachsen ist, oder die Finger über die Tastatur tanzen wollen (ja, ich kann *10-Finger*), hier kann ich von mir schreiben und ich im Text verwenden, soviel ich will, ich kann wir und du oder auch euch schreiben und sogar etwas in „-“ setzen, ein Emoticon einsetzen, oder…  und ich habe keine Mindest- oder Maximum-Zeichen-Anzahl! Ich kann also Schluss machen, wann ich will und mich persönlich verabschieden:

Herzlich Heidigruess

P.S. Das Magazin active live ist sehr vielseitig und abwechslungsreich und beschäftigt sich im April nicht „bloss“ mit Shabby Chic, es enthält unter anderem Artikel zu den Themen Musik, Gesundheit und Camping, ausserdem zahlreiche Ratgeber zu unterschiedlichsten Themen und Vorschläge für kulturelle Anlässe. Schaut doch mal rein!

 

Moodboards

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Die Farben aus der Chalk Paint™ Farbpalette lassen sich problemlos und einfach mischen, die Möglichkeiten sind grenzenlos. Nach meiner Erfahrung sind gemischte Farben etwas „dicker“ als die Ausgangsfarben, du kannst gut etwas Wasser dazugeben, um die Konsistenz geschmeidig zu behalten.

Das Möbel, das ich anschliessend gestrichen habe, sah „davor“ so aus:

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Das „Nachher“ werde ich euch noch etwas vorenhalten; ich bin noch nicht ganz fertig und das Möbel hat einen besonderen Auftritt vor sich, den ich euch gerne enthüllen werde, wenn es soweit ist. Etwas kann ich aber schon verraten: thematisch habe ich mich für die Farben „Flieder-Frühling“ entschieden.

Hast du auch schon mit den Farben, Nuancen von Chalk Paint™ gespielt und experimentiert? Welche Farbe, welche Mischfarbe gefällt dir am besten?

Herzlich Heidigruess

Schnell. Schön. Schneeweiss.

Schneeweiss ist es ja nicht mancherorten. Mir macht’s nichts aus, dass wir hier in den meteorologischen „Niederungen“ nicht mit der weissen Pracht bedacht wurden. Bisher. Ein bisschen Raureif an den Bäumen und eine triefende Nase reichen für meinen Traumwinter bereits aus.

WinterWonderLand(So, nun habe ich einen Anschluss an den Titel und eine nette Einleitung zum Artikel gefunden… aber wie geht’s weiter, wo ich doch das Thema „Neujahrsvorsätze“ um jeden Preis umgehen will…?)

Vor zwei Jahren habe ich berichtet, wie sehr ich die Tage zwischen den Jahren mag, das Nichts-tun-Müssen einfach nur geniessen kann und diese Tage der Langsamkeit überlasse. Nicht so vergangene Woche. Vielleicht lag es am fehlenden Schnee, der schon die Adventsstimmung hinausgezögert hatte und die „richtige“ Weihnachtsstimmung erst gar nicht aufkommen liess. Ich war zwar nicht gestresst oder überbeschäftigt, aber der Reiz, die heimliche Magie der Tage fehlte. Auf der guten Seite lässt sich dazu festhalten, dass ich so gar nicht dazu gekommen bin, mir wegen fehlender Neujahrsvorsätze ein schlechtes Gewissen zu konstruieren.

Stattdessen habe ich ein bisschen aufgeräumt, eine Strickarbeit angefangen, war mit der nunmehr erwachsenen Tochter shoppen und habe gewerkelt. Schon seit ein paar Monaten wollte ich den grossen Schrank in der Stube etwas aufpimpen, streichen darf ich ihn nicht, da wehrt sich Herr indiid mit Händen und Füssen: er hatte ihn vor ein paar Jahren zeitaufwändig und mühsam vom alten, ochsenblutroten Anstrich befreit und die bare Holzschönheit freigelaugt, -gewaschen und -gerubbelt.

Schrank vorherDie Notenblätter-Kränze hat mir vergangenes Jahr Daniela von schön und einfach gerollt und arrangiert, sie sind noch so schön und dekorativ wie am ersten Tag!

Die Idee der schnellen Verschönerung für den Schrank kam mir schon vor einigen Monaten, und es ging auch wirklich ganz schnell, man darf sich also fragen, warum es so lange gedauert hat, bis ich an die „Arbeit“ ging.

Die benötigten Materialien sind:
– ein Schrank
– etwas Farbe nach Wahl, am besten natürlich Chalk Paint™
– eine hübsche Schablone nach Wahl
– Frog Tape oder Isolierband
– ein kleiner Farbroller
– ein Restenbrettli, ein stabiler Karton oder ein dickes Papier

MaterialienSeht ihr, wie geschunden und vernarbt unser Parkettboden ist? Die ersten Schrammen haben uns vor 20 Jahren noch fast körperlich weh getan. Heute finde ich gerade diese Lebensspuren interessant und möchte den Boden tatsächlich nicht abschleifen, vielleicht einfach irgendwann einmal weiss lasieren, sodass die Spuren sichtbar bleiben.

Ich hatte überlegt, ob ich weiss oder grün nehmen sollte. Die Entscheidung fiel zugunsten von weiss aus, weil es halt doch flexibler ist, wenn es ums Dekorieren und Ergänzen mit anderen Farben geht. Aber wie ihr auf dem Foto oben unschwer erkennen könnt, ist grün meine Lieblingsfarbe.

Die Schablone habe ich auf der ersten Türeinlage einfach nach Augenmass befestigt, mit der Handbreite und den Fingern abgemessen, ob sie etwa in der Mitte und gerade hängt. Bei den anderen Türen-Rechtecken habe ich dann nachgemessen und die Wasserwaage eingesetzt.

Farbrolle

Schablone nah

Mit Schablonen und Farbroller arbeite ich gerne, weil es schnell geht. Den Roller tauche ich nur wenig in die Farbe ein, rolle dann auf dem Brett die (überschüssige) Farbe ab und verteile sie so gleichmässig auf die ganze Rolle. Wichtig ist beim Schablonieren, wie gesagt, dass man die Farbe nur sparsam aufträgt, damit sie nicht unter die Schablone läuft.

Und dann, schnelle 40 Minuten später:

Schrank nachher
Herr indiid war tatsächlich erleichtert, dass ich das gute Stück nicht gestrichen habe! Begeistert ist er von der „Verschönerung“ allerdings nicht: es erinnert ihn an Bauernmalerei, wie sie vor 30, 40 Jahren so populär war. Ich hingegen mag den etwas „folkigen“ Look. Gleichzeitig aber gefällt mir die Leichtigkeit und das Grazile des gewählten Motivs.

Herzlich Heidigrues – und es guets und bunts 2016!

Zeigt her eure…

… Heftli (Zeitschriften, Magazine).

Nachdem ich im letzen Artikel mein neues Lieblings-Magazin Flow erwähnt hatte, wollte ich euch mittels kurzer Abschnitte (Häppchen) einen Artikel daraus schmackhaft machen. Doch als mein Blick heute auf einen kleinen Stapel Flea Market Style gefallen ist, hatte ich die Idee euch ein paar Möglichkeiten zu zeigen, wie man seine Zeitschriften aufbewahren, präsentieren, verstauen oder hübsch vorzeigen kann.

DSC_0010Dieser Zeitungsständer war eines der ersten Kleinmöbel, das ich gestrichen habe.

Dieser hier gefällt mir auch sehr gut, eine puristische Variante aus der Mitte des 20. Jahrhunderts: (Quelle dieses und der nachfolgenden Fotos: Pinterest)

f0db99f2afdfe7c1e3ee11dfaa388b98 Von den Varianten mit den Kleiderbügeln gefällt mir die mit den einfachen Drahtbügeln am besten.

0f9f3fb2a153588c4cad74bacf1eab9d b46f15a324338f85e60852150c62e36f ab832c9cd606cbb347841b3a7783654bÄhnlich hübsch und funktional: das Herzeigen mit einer alten Leiter.

dd1054db97a4a5a6e23bc5e8bebd9502 100c509bcc98e8da30243d673b26f9e3Hier sind zwar keine Zeitschriften ausgestellt, aber ich kann mir gut vorstellen, dass sich Magazin-Stapel auch ganz gut auf den Sprossenbrettern machen.

Zeitschriften nicht nur zum Lesen, sondern auch zum „Besitzen“. Oder zum Herzeigen und Dekorieren:

4ad24d414f79724d6b0dc6fd4ee85403
e03b26dd9ba0102b48dc333b784a6ed6Für die DIY-er unter uns, die Papier-Liebhaberinnen und Schnellbastler:

60f0f4ee3b8ed4415cae6ac6c9ff7b3cNatürlich soll auch eine Zeitschriten-Idee fürs Stille Örtchen nicht fehlen!

47cb17e4140163eed22a3e7e7f98b84bNeben der Idee mit den Kleiderbügeln gefallen mir die Ideen gut, welche Behältern eine neue Aufgabe geben oder ein zweites Leben:

7b1ee696dda535551d09773af0cb474e 7a28ae7a33aea14c5e461064f3da1cb55b42cdc7c28be470fd7d73dffc9a670cAuch die beiden haben ihren Charme, der eine rustikal, der andere passt super zum Industrial oder Warehouse Stil:

6deb3a692d5297256d4dbb34f301b185 6de6d822573f3843c7e64e4eaccecbf2Alle gezeigten Ideen und noch ein paar mehr findet ihr auf meiner Pinwand „Magazine Storage“ bei Pinterest.

Wie sorgt ihr für eure Zeitschriften bevor sie unwiederbringlich im Altpapier landen – so sie denn dort überhaupt hinkommen. Vielleicht hast du eine Aufbewahrungsmethode, die total klasse ist, hier aber fehlt. Oder eines der Fotos hat dir so gefallen, dass du die Idee umsetzen willst. Oder du erzählst mir von einem Magazin, in dem ich unbedingt mal schmökern sollte! Ich freue mich auf eure Kommentare!

Heidigruess

Die Koffer packen

… immer mehr Frauen immer öfters. Nicht, weil sie so oft in die Ferien fahren, sondern weil sie kreativ sind, Schönes und Nützliches schaffen und dieses an die Frau oder an den Mann bringen wollen. Koffermärkte sind eine Plattform dafür. Fast jedes Wochenende findet irgendwo in der Schweiz ein solcher Markt statt.

Als vor beinahe zwei Jahren die Idee von indiid immer mehr Gestalt annahm und aus dem Traum langsam eine kleine, feine Wirklichkeit wurde, gehörte zur Vision auch, dass kreative Frauen im indiid gefördert werden. Die Workshops, die ich anbiete sind eine Möglichkeit, selbstgefertigte Produkte von befreundeten oder bekannten Frauen im Laden anbieten und für sie verkaufen, eine andere. Und nun gehe ich einen Schritt weiter:

flyer advents charme blogIn der Vorweihnachtszeit stellen nacheinander drei Frauen für jeweils zwei Wochen ihren Verkaufskoffer im indiid auf. Ich freue mich auf die schönen, bunten Näharbeiten (und Advenstkalender) von Sämys Art (Samantha Studer), die Schwemmholzkreationen Thurjewels von Sara Rentsch und die glitzernden und funkelnden Schmuckstücke von Sternensilber (Felicie Brunner).

Sämy's ArtThurjewels Sternensilber (Fotoquellen: FB-Seiten der kreativen Frauen – mit Erlaubnis verwendet)

Am 7. November macht Samantha den Anfang. Sie wird dann auch persönlich im indiid anwesend sein und das eine oder andere Tässchen Tee im Wohnzimmer geniessen. Denn an den Freitagen, an denen die Kofferöffnungen stattfinden, besteht die Möglichkeit im Wohnzimmer zum Afternoon Tea mit Scones, Shortbread, Sandwiches und Fudge Platz zu nehmen. Am 21. November ziehen dann für zwei Wochen die Schwemmholzkreationen von Sara ein und am 5. Dezember begleitet Felicie den Sternensilber Schmuck ins indiid. Ich freue mich!

Flyer Back BlogDie Ladenöffnungszeiten sind wie üblich dienstags von 13.30 bis 16 Uhr, mittwochs von 9 bis 11 Uhr und freitags von 13.30 bis 17 Uhr. Eine Ausnahme ist der Freitag     21. November 2014, dann ist der Laden bis 21 Uhr offen:

Annie Sloan LateIch freue mich. Kommst du auch vorbei?!

Lieb Heidigruess