Winterschlaf

Nun, natürlich halte ich keinen Winterschlaf. Aber es wäre eine passende Entschuldigung für die lange Blogpause.

IMG_4307In Wirklchkeit war ich aber einfach unglaublich beschäftigt ratlos, was ich euch hier berichten sollte. Nun ist es nicht so, dass nichts los war, das ich hätte mitteilen können. Da war der Advents-Charme im indiid, mit Afternoon Tea in der guten Stube:

IMG_4002Ich habe Möbel gestrichen, aus Freude und um Kundenaufträge zu erfüllen:

IMG_3916 IMG_3942 IMG_4230 IMG_4231Weihnachten kam (im Kreise der Familie) und eine Woche später bin ich mit meiner BF lachend ins neue Jahr gerutscht.

IMG_4133IMG_4198 IMG_4193 IMG_4195 Während der letzten drei Monate habe ich 13 Wochenlektionen unterrichtet, Deutsch als Zweitsprache in der Erwachsenenbildung.

IMG_3996Ich habe ein Buch gelesen: „Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry“ von Rachel Joyce – absolut empfehlenswert; mehrere Bücher angeschaut und ein paar angeschaut und reingelesen, darunter Annie Sloan’s Neuestes: „Room Recipes for Style and Color“, das erst in Englisch und in gebundener Ausgabe vorliegt.

IMG_4241Am Kiosk habe ich ein tolles Magazin „gefunden“ (buchstäblich) und bin so begeistert davon, dass ich es nicht nur kaufe und angucke, sondern auch lese!

IMG_4293Dazwischen habe ich regelmässig meinen Schreibtisch aufgeräumt, weil er genauso regelmässig immer wieder etwa so ausgesehen hat (Stand 27. Januar 2015):

FullSizeRender-1Und ich habe mir Gedanken gemacht. Viele Gedanken. Zu viele Gedanken. Und habe dennoch keine Neujahrsvorsätze gefasst (sonst hätte ich schon viel früher etwas zum Schreiben für das Blog gehabt – um die Jahreswende wimmelt’s in der virtuellen Welt ja nur so von Artikeln zu Vorsätzen und dem Trend-Vorsatz 2015: keine Vorsätze fassen).

tumblr_mnx3gvmy6R1s24yhto1_r2_500gefunden auf: tumblr_mnx3gvmy6R1s24yhto1_r2_500

So viele Gedanken habe ich mir gemacht, dass ich darüber in eine Art mentalen Winterschlaf gefallen bin und vergessen habe, weshalb ich meinem Kleinunternehmen, meinem Laden und diesem Blog den Namen indiid verpasst habe: „in der Tat“! Ob ich mir fürs 2015 wohl doch was vorgenommen habe?

Wie habt ihr die vergangenen 58 Tage (plus/minus) verbracht? Habt ihr was interessantes oder unterhaltendes gelesen? Was schönes (zum ersten Mal) selber gemacht? Welche Vorsätze fürs 2015 habt ihr euch genommen – oder eben gerade nicht?! Welchen Film sollte man unbedingt gesehen haben? Ich freue mich auf eure Nachrichten, Tipps und Kommentare! Wirklich. Sehr.

Heidigruess

 

Liebe Nora

Ich danke dir ganz herzlich für die Nominierung zum Liebster Award. Aber ich merke, ich bin ein bizzeli überfordert. Die Spielregeln stellen mich vor ein fast unüberwindbares Hindernis. (Gut, das ist ein bisschen übertrieben.)liebster-blog-award-2-post1Die Spielregeln sind folgende: hinterlasse dem der dich nominiert hat eine positive Rückmeldung, (check) beantworte die 11 dir gestellten Fragen (Nachtrag: check), nominiere 11 Blogger, die unter 200 Follower haben, denk dir 11 neue Fragen aus, die die Blogger beantworten sollen!

Liebe Nora, ich bin ein Mainstream-Blog-Leser. Ich kenne (fast) keine Blogs, die weniger als 200 Follower haben! Ich lese einige Blogs – gut, ich folge einigen Blogs (denn ab und zu schaue ich auch nur die Bildli an) – wie Miss Mustard Seed oder Kate Davies Design oder Dancing Beastie, aber die sind alle recht erfolgreich. Sehr gerne würde ich Jung-Blogger promoten, aber dafür kenne ich leider einfach zu wenige. Und es dünkt mich nicht ehrlich, wenn ich mich einfach verzweifelt auf die Suche nach „Unter-200-Followern“ mache und diese dann in die Liste der Elf aufnehme, ohne dass ich sie wirklich kenne oder ihnen folge. Dank deiner Nomination und den Nennungen in deinem Blog habe ich ein paar neue Blogs kennen gelernt und auch abonniert. Und für diesen Input, diesen frischen Wind danke ich dir.

Deine elf Fragen habe ich schon vor über einer Woche beantwortet (unveröffentlicht) – es hat Spass gemacht!

Wie bist du auf den Namen deines Blogs gekommen?
Ich bin ein bizzeli ein Sprach-, ein Wörter-Nerd. Indiid ist eine verschweizerdeutschte Version des englischen indeed, in der Tat oder auch Na sowas! Gewählt habe ich ihn, weil ich mir mit indiid, dem Laden und allem, was dazu gehört: dem Blog, der Webseite, dem Möbel-Auffrischen einen Traum erfüllt habe. Am Erfüllen bin. So quasi nach dem Motto: Träume nicht dein Leben, lebe deinen Traum! Und dann gefällt mir natürlich auch der Ausdruck der Überraschung, der in indeed, na sowas! steckt.

Woher bekommst du deine Ideen?
Aus Träumen! Nein, natürlich nicht. Mehrheitlich aus dem WWW, aus Wohnzeitschriften und -büchern. Aus Bildern im Kopf. Aus Gesprächen mit meiner Freundin, Lady Rosegarden.

Wer ist dein größter Fan?
Unser 7-jährige Mini Australian Shepherd Finn. Bedingungslose Zuneigung.
DSC_0046Was hast du vom Leben gelernt?
Dass es immer wieder einfach „nur“ schön ist! Dass es sich lohnt zu hoffen!

Welchen Urlaubsort würdest du  gerne zu deiner zweiten Heimat machen?
Edinburgh! Ohne lange zu überlegen, aber mit dem nötigen Kleingeld für eine
Wohnung in der New Town.

New Town EGNew Town EHDeine größte Versuchung ist …?
… meinen Stimmungen und Launen unüberlegt zu folgen.

Was treibt dich in den Wahnsinn?
Der ganz alltägliche Alltag, manchmal und immer wieder.

In welches Fettnäpfchen bist du zuletzt getreten?
Ich versende (mittlerweile schon fast regelmässig) private sms an falsche Kontakte, auch an geschäftliche. Autsch!

Was kannst du nicht mehr erwarten?
Darauf, dass mir auf diese Frage eine Antwort einfällt. Ich überlege und überlege, aber mir fällt nichts ein. Kann es sein, dass ich geduldiger bin, als ich mir selber zutraue? Oder gibt es nichts mehr, was ich mir erhoffe, träume, wünsche? Gedankenfutter.

Der beste Song überhaupt ist …?
If you don’t know me by now in einer frühen Version von Harold Melvin & The Blue Notes

Wenn du etwas in deinem Leben oder an dir ändern könntest, was wäre das?
Ich wäre gerne ausgeglichener und weniger impulsiv – vor allem in potenziellen Fettnäpfchen-Situationen.

Dieser erste Teil war herausfordernd, aber auch spannend – wenigstens für mich. Und ich werde mir wirklich noch ein paar Gedanken darüber machen, was ich nicht mehr erwarten kann oder noch wünsche, hoffe, träume!

Meine elf Fragen stelle ich den Autorinnen und Autoren der folgenden Blogs – und entschuldige mich gleich, dass ich die 11/200-Regel nicht einhalten kann:
Blanca von KleineKleinigkeiten hat mehr als 200 Follower. Aber ich bin immer wieder überrascht und begeistert, wie kreativ und einfallsreich sie ist und wie anschaulich und kurz sie diese Ideen mit der Blogger-Welt teilt. In der Kürze liegt die Würze!
Annabelle, die Kreative vom Ateliergarten, die ich auch schon persönlich kennengelernt habe und in deren wunderschöner Wohnküche man die allerbesten Brunches mit lieben Freunden geniessen kann.
Gaby, Lady Rosegarden, die absolute Jungbloggerin ist und die Bedingungen betreffend Follower mit Sicherheit (noch) erfüllt. Aber ich traue ihr zu, dass das nicht mehr lange so sein wird.

Welche anderen Blogs ich lese, anschaue oder bei denen ich mich ab und zu einklinke, ist links in der Seitenleiste ersichtlich. Vielleicht möchte die eine oder andere geneigte Leserin ihre Nase auch mal da reinstecken (nicht bös gemeint, gell).

Meine Fragen sind folgende:

– Wie startest du in deinen Tag?
– Was ist dein liebstes Ding?
– Welches Buch hättest du gerne persönlich von der Autorin, dem Autoren signiert?
– Worauf willst du nicht mehr verzichten?
– Mit welcher Farbe würdest du dich vergleichen? Weshalb?
– Wenn du die Möglichkeit hättest mit der Zeitmaschine in eine andere Zeit zu reisen, in welches Jahrhundert, Jahrzent oder gar Jahr liessest du dich versetzen?
– … in welches Land?
noch vier…
– Tee oder Kaffee?
– Cocktail-Kleid oder Wohlfühl-Onesie?
– einsame Insel oder City-Trip?
– süss oder pikant?

Liebe Blanca, Annabelle und Gaby, ich freue mich, wenn ihr euch die Zeit für die Beantwortung dieser Fragen nehmt und im besten Falle elf Fragen an elf Blogs mit weniger als 200 Followern stellt.

Häsli hüpf!

Das Frühlingswetter hat sie wohl angelockt, die zauberhaften Hasen von Simone N., die ab sofort im indiid auf neue Nestli warten. Simone hat sie entworfen und selbst genäht. Ich finde, sie sind wirklich eine

DSC_0044Beim Fotografieren heute Nachmittag konnte ich fast nicht genug von ihnen bekommen und ich lasse sie jetzt einfach für sich selber sprechen, resp. posieren.

DSC_0046 DSC_0033 DSC_0035 DSC_0034Jeder Hase ist ein Unikat und ich bin versucht zu sagen, jeder hat einen eigenen Charakter ;).

DSC_0025 DSC_0026DSC_0014 DSC_0029Die Langohren sind auf silberfarbenen Kerzenhaltern (früher für den Christbaum) montiert und man kann sie sehr gut aufs Osterbäumchen stecken, oder auf einen Kranz oder ein Hühner Hasenstängli.

Simone hat nicht nur härzige Hasen genäht. Mit den Hasen hat sie Stoffherzen vorbei gebracht. Ebenfalls jedes ein Unikat, die Stoffe hat sie selber bedruckt! Ich sage euch, die Frau ist so unglaublich – schon fast unverschämt! 😉 kreativ!

DSC_0013 DSC_0015 DSC_0016Die Herzen und die Hasen gibt’s nur im Laden!

DSC_0007 DSC_0011 DSC_0012 DSC_0024Ich habs ja gesagt, ich konnte fast nicht genug von den Hübschigkeiten kriegen. Und weil das Wetter sooo schön war, habe ich auch gleich noch ein paar Fotos vom Sessel gemacht. Der hat gestern noch das Polsterband verpasst bekommen und ist damit fertig.

DSC_0047 DSC_0050 DSC_0052Finn hat sich schön ferngehalten, während ich die zierlichen Hasen fotografierte. Als ich dann den Sessel aus der Stube geholt und unter der Magnolie platziert hatte, hat er sich hübsch ins Bild gelegt.

Die Magnolie trägt auch dieses Jahr wieder viele Blüten und ein paar davon sind dank des milden Winters und der sonnigen letzten Tage schon fast offen. Jetzt hoffe ich ganz fest, dass es nicht doch noch so richtig kalt wird und sie alle verfrieren, wie es andere Jahre schon mal passierte!

DSC_0042 DSC_0037 DSC_0038Geniesst die warmen Frühlingstage!
Heidigruess

Weiss

Weiß ist die hellste aller Farben. Es ist, wie Schwarz und Grau, eine unbunte Farbe. Weiß ist keine Spektralfarbe, sondern entsteht durch ein Gemisch aus Einzelfarben, das den gleichen Farbeindruck hervorruft wie Sonnenlicht.
(…)
(Quelle: Wikipedia)

Weiss ist DIE Farbe, die sofort mit Shabby Chic in Verbindung gebracht wird. Für viele ist Shabby Chic gleichzusetzen mit weiss. Deshalb bin ich auch nicht der typische Shabby Chic Typ, denn ich mag’s lieber bunt. Aber an den Tagen zwischen den Jahren habe ich ein paar Möbel weiss gestrichen. Nur weiss. Und sogar für mich, für unser Haus, nicht zum Verkaufen. Naja, jedenfalls nicht sofort.

Dieser stabile und bequeme Geselle wird mich in Zukunft ertragen müssen, wenn ich im Büro arbeite. Der Vorgänger aus der Ikea hat ja nach ein paar Jahren unter mir nachgegeben – ist sprichwörtlich eingeknickt. Da nützt dann auch kein neuer Anstrich mehr.

DSC_0019 DSC_0016Und so sah der Stuhl vorher aus:

buerostuhlDie Kommode stand schon ein paar Jahre als Stauraum bei der Garderobe, gefüllt mit Plastiktragtaschen, Dekomaterialien, Landkarten, alten Briefen und Krimskrams. Jetzt, da sie ein neues Aussehen erhalten hat (sie war vor einigen Jahren von meiner Schwester abgelaugt worden), hat sie auch einen neuen Platz gefunden, im Badezimmer. Was auf den Fotos nicht drauf ist, hat sich dort auch wieder mit ihr vereinigt: die Marmorplatte und der Spiegel.

DSC_0009 Ich habe ziemlich viel Farbe ziemlich dick aufgetragen. An einigen Stellen habe ich sie sofort mit dem Föhn getrocknet, was die Farbe zum Reissen (Krakelieren) bringt.

DSC_0014 DSC_0011 DSC_0015Alte Anstriche werden oft brüchig und reissen, weil die Farbe austrocknet. Mit Chalk Paint™ kann man diese Alterserscheinung mit der oben beschriebenen Technik imitieren. Die Risse in der Farbe werden betont, indem man nach dem Wachsen mit Clear Wax den dunklen Wachs aufträgt, der in den Rissen, den tieferen Stellen sitzen bleibt und so den Staub und Schmutz der vergangenen Jahrzehnte imitiert. Denn darum geht’s ja beim Shabby Chic und beim Malen mit Chalk Paint™: den Möbeln, die nicht so alt sind, wir wir’s gerne hätten, die Patina vergangener Zeiten „anzuschummeln“.

Bei dieser Kommode habe ich auch die Griffe und Beschläge der Schlüssellöcher übermalt und gewachst. So sehen sie doch aus, als wären sie schon jahrhundertealt. Darüber hinaus kann man so die Details noch betonen.

DSC_0012 DSC_0013Aller guten Dinge sind drei und das dritte Stück ist diese Garderobe, die ich bei ricardo gesehen und ersteigert habe *dreizweieinsmeins*:

GarderobeErsteigert und abgeholt habe ich sie im Brocki-Shop in Sirnach. Ich sage euch, das ist eine Brocki! Eine Edel-Brocki! Wenn ihr Zeit habt, dann müsst ihr da unbedingt mal hin (Mittwoch-Nachmittags oder am Samstag)! Da findet man einfach alles! Ich bin dann auch nicht nur mit der Garderobe nach Hause gefahren, sondern noch mit ein paar Sächelchen mehr. Und vergangenen Samstag mit Lady Rosegarden auch gleich nochmal hin. Aber das ist ein anderes Thema und soll ein ander Mal erzählt werden.

Weil die Kommode ja nun im Badezimmer steht, hats im Eingang Platz für die Garderobe gegeben. Allerdings hat die keine Kapazität für all den oben erwähnten Krimskrams.

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