Zwischenzeit

Vor ein paar Tagen habe ich Euch einen Einblick in die Werkstatt gewährt. (–>)

Zwischenzeitlich habe ich am Klapppult weiter gearbeitet. Bin aber immer noch „mittendrin“:

DSC_0002 DSC_0003 DSC_0004Die gewählten Farbnuancen sind Arles, Emperor’s Silk und Graphite, alle Chalk Paint™ Dekorative Farbe von Annie Sloan. Ich denke, dass ich kommende Woche weiter- und daran fertig arbeiten kann.

Mittendrin

Ein Blick in meine Werkstatt – welche ich gerne Atelier nennen würde -, die aber doch nur eine umgenutzte Garage ist:

DSC_0010Eigentlich (achja dieses Eigentlich…) wollte ich den heutigen Nachmittag genau hier verbringen und den Schreibpult, den man rechts hinten sieht, auffrischen. Aber tausend wichtige Kleinigkeiten haben mich davon abgehalten.

Angefangen hat es damit, dass ich unbedingt noch ein Vorher-Foto von ebendiesem Pult machen wollte. Meistens bin ich so wild aufs Möbel aufmöbeln, dass ich mir die Zeit nicht nehme, die richtige Beleuchtung und das richtige Setting einrichte, um ein Vorher-Foto zu machen. Was grundsätzlich schade ist, weil es echt Spass macht und den Wow-Effekt erheblich steigert, wenn man sieht, wie die Möbel vorher ausgesehen haben. Und weil ich mir ab und zu gute Vorsätze nehme und sie auch (wenigstens für eine Weile) umsetze, wollte ich heute eben so ein Vorher-Foto machen. Eigentlich ein An-der-Arbeit-Foto, denn die Schubladen habe ich schon ein erstes Mal gestrichen (vorne im Bild, auf dem Tisch).

Weil ich also schon mal die Kamera in Händen und in der Garage hatte, habe ich gleich noch ein paar weitere Fotos gemacht und diese anschliessend hochgeladen, weil ich sie für einen Beitrag brauchte, den ich auch gleich noch geschrieben und gepostet habe. Wieder in der Werkstatt habe ich zwei kleine Garderoben von ihrem Garagendasein erlöst, gereinigt und ins Lädchen getragen. Dann habe ich mich von ein paar Etiketten ablenken lassen, und von ein paar Blogs, die auch unbedingt gelesen werden wollten – und vermutlich auch von mindestens einer Tasse Tee. Nach einem (weiteren) Blick auf die Lektionsplanung für die Deutschstunde vom Abend, habe ich sichergestellt, dass ich alles eingepackt hatte. Beim Gang in die Küche habe ich dann den Wäschekorb gesehen und die Wäsche nicht wie geplant – weil das Wetter nicht mitspielte – im Freien, sondern in der Waschküche aufgehängt. Und schwupps war’s auch schon Zeit, um in die Schule zu fahren.

DSC_0012 DSC_0013 DSC_0016Diesen antiken Schreibpult habe ich von meinem Götti für meine erste Wohnung erhalten. Meine Mutter hat ihn damals gereinigt, abgelaugt und behandelt. Vor ein paar Jahren haben wir ihn in den Estrich gestellt, davor stand er meistens im Wohnzimmer. Vor einem Jahr dann wollte ich ihn auffrischen und habe mir dazu Chalk Paint™ von Annie Sloan bestellt in den Farben Arles (gelb) und Emile (violett/lila), die Inspiration für diese Farbzusammenstellung war eine Szene aus dem Film „Ein gutes Jahr“, in dem ein Restaurant in der Provence gezeigt wurde.

Emile ArlesDen Innenteil wollte ich in Arles malen, aussen Emile. Wollte ich. Jetzt bin ich nicht mehr so sicher. Wenigsten, was aussen betrifft. Die Schubladen habe ich ja schon angemalt, in Arles. Im Moment tendiere ich für aussen auf Emperor’s Silk (rot) unter Graphite (dunkles grau), oder allenfalls Graphite unter Emperor’s Silk.

Chalk Paint ™ by Annie Sloan Emperor's Silk

Was meint Ihr? Ich weiss, nicht klassischer Shabby Chic; aber das sind tatsächlich die wenigsten meiner Stücke.

Und dann ist da auch noch diese Kommode angefangen:

DSC_0017 DSC_0019 DSC_0021Die Farben hier sind für innen Antoinette und aussen Paris Grey und darüber trockengepinselt (dry brushed) Duck Egg Blue, alle Chalk Paint™ by Annie Sloan. Bei dieser Kommode stecke ich ein bisschen fest, weil die Abdeckung rissig war, ich spachteln und dann doch noch grosszügig abschleifen musste und nochmal muss. Und das kann ich nur im Freien machen, weil es ordentlich staubt.

Kennt Ihr das auch? Aufschieberitis? Mir „passiert“ das gelegentlich. Immer noch. Auch wenn es schon besser ist, als früher.

Ich würde mich über Rückmeldungen zur Farbwahl für den Pult und zur Aufschieberitis freuen. Einfach bei den Kommentaren kommentieren. Danke!

Schönheit ist vergänglich – Fading Beauty

(article in English a little further down)

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Gestern morgen habe ich dieses Bild gemacht. Von der ersten Mohnblüte, die überhaupt in meinem Garten blüht. Ich hatte die Jahre voher nie Mohn im Garten. Letztes Jahr dann habe ich ein paar Kapseln von M erhalten und die kleinen Samen im Herbst vor dem Küchenfenster auf die Erde gestreut. Und das ist auch etwa alles, was an Gärtnertalenten in mir schlummert. Aber der Garten ist nachsichtig mit mir und schenkt mir jedes Jahr auf neue – und wirklich ohne mein Zutun – vergängliche Schönheit. Es scheint mir, dass das mit der Vergänglichkeit auf den Mohn ganz besonders zutrifft. So wie auch das mit der Schönheit. Gestern früh also sah die Blüt noch so aus:

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Am Abend dann hatte sie bereits eines der hauchzarten Blütenblätter verloren. Über Nacht hat ihr dann wohl der Sturm zugesetzt.

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Fünf oder sechs neue Blüten haben sich heute bereits wieder aufgetan und erfreuen mich wenn ich aus dem Küchenfenster schaue. Dass sie nur so kurze Zeit blühen, macht sie für mich umso schöner.

Von den beiden Möbel-Projekten kann ich keine neuen Bilder zeigen. Ich habe gestern an beiden weitergearbeitet, aber fertig sind sie nicht geworden. Aber ich kann ja verraten, wie sie aussehen werden: Der Stuhl hat nun nicht nur weisse Füsse, sondern auch noch einen weissen Abschluss, dazwischen strahlend Louis Blue. Der kleine Frisiertisch hat noch ein paar French Linen-farbene Akzente an den vorderen Beinen erhalten – und wird dann wohl noch ein bisschen angeschliffen, wie B vorgeschlagen hat. Ob ich morgen daran weitermachen kann, ist unsicher. Das Wetter soll zwar wieder gut werden, aber ich bin wohl in Sachen Familie unterwegs. Was ich auch geniessen werde.

Early yesterday morning I took the photograph of the gorgeous Poppy blossom. The first ever to be in bloom in my garden. I must admit, I’m not a gardener at all. Every year the garden just gifts me with plenty of beauty and grace without me doing much about it. Same for the Poppies. I received a few poppy pods from M and simply dusted the seeds on the earth beneath the kitchen window. And this was about it, no special care or attention from my side. And then yesterday morning I was gifted with the first poppy bloom. Beautiful. And fading fast. In the evening she had lost the first petal. And the heavy wind during night made her fade away altogether. I think no other bloom is as beautiful and volatile as the Poppy. I’m thankful that there are plenty more to be cherished in their short lifes.

There’s no new photograph to show of the two furniture projects. I worked some more on them yesterday afternoon. The chair recieved an Old White top and the dressing table got a few of the details of the front legs highlighted in French Linen. I don’t think I will work on them tomorrow. Tomorrow afternoon is going to be all family, which I’m looking forward to!