Sommerzeit

DSC_0028indiid macht Siesta. Ab sofort bis und mit 11. August ist der Laden nur auf Voranmeldung offen. Online-Bestellungen werden laufend bearbeitet und verschickt.

Nach Lust und Laune wird gebloggt, ziemlich sicher auch gestrichen und vielleicht auch mal was Neues ausprobiert. Und natürlich finden die Workshops statt!

Geniesst den Sommer und die Sonne, das Leben und die Lieben!

Heidigruess

Wenn ich könnte, wie ich wollte!

Dann würde ich auf Etsy jede Menge französischer Café au lait bols bestellen! Wenn ich denn könnte, wie ich wollte, wären diese nämlich meine (un)heimliche Sammelleidenschaft.

DSC_0021Zwei dieser „Milchkafi-Chacheli“ habe ich schon! Das im oberen Foto mit dem gelben Rand. (Die anderen beiden sind auch hübsch, von Krasilnikoff und ein paar hat’s noch im Laden.) Und dann noch eines mit roten Punkten und einem grünen Rand. Beide habe ich in Brockenhäusern in der Ostschweiz gefunden.

Mein Vater trank jeweils seinen Frühstücks-Michkaffee-mit-Dawamalt aus einem „Beckeli“; er hatte ein grünes und ein weisses mit Kornblumen. Das Kornblumengeschirr war das Alltagsgeschirr meiner Eltern.

Gestern abend habe ich ein bizzeli Window Shopping auf Etsy betrieben, habe ein paar der Café au Lait bols in den Warenkorb verschoben, geschaut wie teuer das Porto zu stehen käme und dann den Warenkorb wieder geleert. Die Preise für die Michkaffe-Schalen variieren stark, die günstigsten gibt’s für knapp unter zwanzig Franken (ohne Porto). Die teureren für um die 50 Franken. Einige verkaufen im Set, andere einzeln. Ich bin ein Fan von Mix & Match, ich mag es, wenn ich nicht fünf mal das gleiche Kacheli kaufen muss, sondern zum etwa gleichen Preis fünf verschiedene erstehen kann – könnte. Dann würden schon bald diese Schönheiten bei mir im Schrank, auf der Kommode, dem Regal, dem Tischchen und allenfalls sogar im Badezimmer (gefüllt mit Wattebäuschen) stehen:

Am besten gefallen mir die mit Punkten, Streifen oder geometrischen Mustern und die einfachen, die aussehen wie mit einer Schablone aufgetragen. Und im Moment sprechen mich die gelb gemusterten am meisten an. Vielleicht weil ich langsam genug vom Regen habe und die sonnige Seite des Monats Mai geniessen möchte? Mit einem leckeren Milchkaffee mit ganz viel Schaum, im bequemen Korbstuhl im Schatten neben dem Kirschbaum.

(Die Fotos in der Galerie sind alle von verschiedenen Anbietern auf Etsy.com)

Darf man auch mal stänkern?

Shabby Chic ist ja sowas von im Trend! In jedem Einrichtungshaus – und damit meine ich die richtig grossen wie (in der Schweiz) Möbel Pfister, Hubacher, Märki und wie sie alle heissen – preisen sie fabrikgefertigte weisse MDF-Möbel an und Deko-Schnick-Schnack in weiss, grau und neutralen Farben. Zerknitterte Kissenhüllen mit einem Aufdruck im Stil von „Les Savons de Plumifeux“ und Laternen in allen Grössen, von denen die Farbe abblättert. Streng karierte Küchentüechli und Servietten mit Röseli und Spitzen. Fabrikneu und massenproduziert.

Kommode Nelson PfisterNachtkästchen indiidIst das wirklich Shabby Chic? Ich kann es nicht mehr hören, dieses Wort, diesen Begriff! Rachel Ashwell, die Queen des Shabby Chic hat genau diesen Begriff als Markenzeichen eintragen lassen – und hat damit, streng genommen, ihr eigenes Konzept verraten (und das nicht im Sinne von ‚offenbaren‘ sondern von ‚abtrünnig werden‘).

by vintageprettypearl_blogspot_chShabby Chic (wörtlich: schäbiger Schick) ist ein Einrichtungsstil mit einer eklektizistischen Mischung aus Erbstücken, Flohmarkt-Schnäppchen und Selbstgemachtem, der Farben im Bereich von Pastell- und hellen Naturtönen sowie Gebrauchsspuren als Teil des ästhetischen Konzepts begreift. Einrichtungsgegenstände in diesem nostalgischen Stil werden neuerdings auch von spezialisierten Gewerbebetrieben gefertigt und in Einrichtungsmagazinen beworben.

Der Stil entstand in den 1980er Jahren in Großbritannien in Anlehnung an die Einrichtung großer, alter Landsitze der Gentry und war ursprünglich eine nichtkommerzielle Gegenbewegung zu der Neigung der oberen Mittelklasse, sich kostspielige Innenaustattungen im viktorianischen Stil anzuschaffen.
(Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Shabby_Chic)

by countrystylechic_blogspot_chWas ist aus der ‚ursprünglich nicht kommerziellen Gegenbewegung‘ geworden? Und bin ich schon Teil dieser abtrünnigen, kommerziellen Produzenten (spezialisierte Gewerbebetriebe klingt ja noch sehr nett)? Wo ist das eklektizistische aus der Mischung hin? Und wo das Selbstgemachte?

Mir gefällt der klassische Shabby Chic, auch wenn ich persönlich nicht in weiss, pastell und neutralen Farben einrichte. Ich bewundere jede, die das Konzept durchzieht und als Accessoires vor allem Flohmarkt- und Brocante-Funde einsetzt. Natürlich darf es auch mal das eine oder andere „neue“ Stück dabei haben, z.B. hübsche Glaswindlichter oder gut verschliessbare Vorratsdosen. Aber wenn Shabby Chic dazu verkommt, dass die Einrichtung aus weissen Möbeln, vorwiegend aus dem Möbelhaus, besteht und aus Deko und Accessoires im Shabby-Stil „made in India, China, irgendwo“, dann ärgert mich das. Und es ärgert mich, dass Möbelhausketten oder auch andere internationale Grossunternehmen den kleinen, regionalen, kreativen Kleinstunternehmen, die sich mit viel Engagement und Herzblut dem Selbstgemachten im Shabby Chic widmen, mit ihren billigen, massenproduzierten Pseudo-Vintage-Produkten die Kunden abspenstig machen. Ich kann nicht verstehen, warum sich bekennende Shabby Chic-Liebhaberinnen im Möbelhaus ein klinisch weisses, leichtgebautes Schminktischchen kaufen, wenn es im Brocki ein stabil gebautes, sogar massivholziges zum Selber-Anstreichen zu erstöbern gibt.

princessgreeneye.blogspot.chDenn darin steckt doch der Spass: im Stöbern, Suchen, Finden; im Glücklich-nach-Hause-Tragen und mit Begeisterung und Elan anstreichen. Wenn es denn sein muss in Old White oder Paris Grey. Oder warum nicht mal in Duck Egg Blue oder ganz gewagt in Barcelona Orange?

turnstyle vogueFotoquellen von oben nach unten:
– Online-Möbelkatalog von Möbel Pfister
– eigenes Foto, indiid
– Buchcover gefunden bei vintageprettypearl.blogspot.ch
– eklektizistischer Mix gefunden bei countrystylechic.blogspot.ch
– princessegreeneye.blogspot.ch
– turnstylevogue.com

 

 

Liebe Nora

Ich danke dir ganz herzlich für die Nominierung zum Liebster Award. Aber ich merke, ich bin ein bizzeli überfordert. Die Spielregeln stellen mich vor ein fast unüberwindbares Hindernis. (Gut, das ist ein bisschen übertrieben.)liebster-blog-award-2-post1Die Spielregeln sind folgende: hinterlasse dem der dich nominiert hat eine positive Rückmeldung, (check) beantworte die 11 dir gestellten Fragen (Nachtrag: check), nominiere 11 Blogger, die unter 200 Follower haben, denk dir 11 neue Fragen aus, die die Blogger beantworten sollen!

Liebe Nora, ich bin ein Mainstream-Blog-Leser. Ich kenne (fast) keine Blogs, die weniger als 200 Follower haben! Ich lese einige Blogs – gut, ich folge einigen Blogs (denn ab und zu schaue ich auch nur die Bildli an) – wie Miss Mustard Seed oder Kate Davies Design oder Dancing Beastie, aber die sind alle recht erfolgreich. Sehr gerne würde ich Jung-Blogger promoten, aber dafür kenne ich leider einfach zu wenige. Und es dünkt mich nicht ehrlich, wenn ich mich einfach verzweifelt auf die Suche nach „Unter-200-Followern“ mache und diese dann in die Liste der Elf aufnehme, ohne dass ich sie wirklich kenne oder ihnen folge. Dank deiner Nomination und den Nennungen in deinem Blog habe ich ein paar neue Blogs kennen gelernt und auch abonniert. Und für diesen Input, diesen frischen Wind danke ich dir.

Deine elf Fragen habe ich schon vor über einer Woche beantwortet (unveröffentlicht) – es hat Spass gemacht!

Wie bist du auf den Namen deines Blogs gekommen?
Ich bin ein bizzeli ein Sprach-, ein Wörter-Nerd. Indiid ist eine verschweizerdeutschte Version des englischen indeed, in der Tat oder auch Na sowas! Gewählt habe ich ihn, weil ich mir mit indiid, dem Laden und allem, was dazu gehört: dem Blog, der Webseite, dem Möbel-Auffrischen einen Traum erfüllt habe. Am Erfüllen bin. So quasi nach dem Motto: Träume nicht dein Leben, lebe deinen Traum! Und dann gefällt mir natürlich auch der Ausdruck der Überraschung, der in indeed, na sowas! steckt.

Woher bekommst du deine Ideen?
Aus Träumen! Nein, natürlich nicht. Mehrheitlich aus dem WWW, aus Wohnzeitschriften und -büchern. Aus Bildern im Kopf. Aus Gesprächen mit meiner Freundin, Lady Rosegarden.

Wer ist dein größter Fan?
Unser 7-jährige Mini Australian Shepherd Finn. Bedingungslose Zuneigung.
DSC_0046Was hast du vom Leben gelernt?
Dass es immer wieder einfach „nur“ schön ist! Dass es sich lohnt zu hoffen!

Welchen Urlaubsort würdest du  gerne zu deiner zweiten Heimat machen?
Edinburgh! Ohne lange zu überlegen, aber mit dem nötigen Kleingeld für eine
Wohnung in der New Town.

New Town EGNew Town EHDeine größte Versuchung ist …?
… meinen Stimmungen und Launen unüberlegt zu folgen.

Was treibt dich in den Wahnsinn?
Der ganz alltägliche Alltag, manchmal und immer wieder.

In welches Fettnäpfchen bist du zuletzt getreten?
Ich versende (mittlerweile schon fast regelmässig) private sms an falsche Kontakte, auch an geschäftliche. Autsch!

Was kannst du nicht mehr erwarten?
Darauf, dass mir auf diese Frage eine Antwort einfällt. Ich überlege und überlege, aber mir fällt nichts ein. Kann es sein, dass ich geduldiger bin, als ich mir selber zutraue? Oder gibt es nichts mehr, was ich mir erhoffe, träume, wünsche? Gedankenfutter.

Der beste Song überhaupt ist …?
If you don’t know me by now in einer frühen Version von Harold Melvin & The Blue Notes

Wenn du etwas in deinem Leben oder an dir ändern könntest, was wäre das?
Ich wäre gerne ausgeglichener und weniger impulsiv – vor allem in potenziellen Fettnäpfchen-Situationen.

Dieser erste Teil war herausfordernd, aber auch spannend – wenigstens für mich. Und ich werde mir wirklich noch ein paar Gedanken darüber machen, was ich nicht mehr erwarten kann oder noch wünsche, hoffe, träume!

Meine elf Fragen stelle ich den Autorinnen und Autoren der folgenden Blogs – und entschuldige mich gleich, dass ich die 11/200-Regel nicht einhalten kann:
Blanca von KleineKleinigkeiten hat mehr als 200 Follower. Aber ich bin immer wieder überrascht und begeistert, wie kreativ und einfallsreich sie ist und wie anschaulich und kurz sie diese Ideen mit der Blogger-Welt teilt. In der Kürze liegt die Würze!
Annabelle, die Kreative vom Ateliergarten, die ich auch schon persönlich kennengelernt habe und in deren wunderschöner Wohnküche man die allerbesten Brunches mit lieben Freunden geniessen kann.
Gaby, Lady Rosegarden, die absolute Jungbloggerin ist und die Bedingungen betreffend Follower mit Sicherheit (noch) erfüllt. Aber ich traue ihr zu, dass das nicht mehr lange so sein wird.

Welche anderen Blogs ich lese, anschaue oder bei denen ich mich ab und zu einklinke, ist links in der Seitenleiste ersichtlich. Vielleicht möchte die eine oder andere geneigte Leserin ihre Nase auch mal da reinstecken (nicht bös gemeint, gell).

Meine Fragen sind folgende:

– Wie startest du in deinen Tag?
– Was ist dein liebstes Ding?
– Welches Buch hättest du gerne persönlich von der Autorin, dem Autoren signiert?
– Worauf willst du nicht mehr verzichten?
– Mit welcher Farbe würdest du dich vergleichen? Weshalb?
– Wenn du die Möglichkeit hättest mit der Zeitmaschine in eine andere Zeit zu reisen, in welches Jahrhundert, Jahrzent oder gar Jahr liessest du dich versetzen?
– … in welches Land?
noch vier…
– Tee oder Kaffee?
– Cocktail-Kleid oder Wohlfühl-Onesie?
– einsame Insel oder City-Trip?
– süss oder pikant?

Liebe Blanca, Annabelle und Gaby, ich freue mich, wenn ihr euch die Zeit für die Beantwortung dieser Fragen nehmt und im besten Falle elf Fragen an elf Blogs mit weniger als 200 Followern stellt.

Häsli hüpf!

Das Frühlingswetter hat sie wohl angelockt, die zauberhaften Hasen von Simone N., die ab sofort im indiid auf neue Nestli warten. Simone hat sie entworfen und selbst genäht. Ich finde, sie sind wirklich eine

DSC_0044Beim Fotografieren heute Nachmittag konnte ich fast nicht genug von ihnen bekommen und ich lasse sie jetzt einfach für sich selber sprechen, resp. posieren.

DSC_0046 DSC_0033 DSC_0035 DSC_0034Jeder Hase ist ein Unikat und ich bin versucht zu sagen, jeder hat einen eigenen Charakter ;).

DSC_0025 DSC_0026DSC_0014 DSC_0029Die Langohren sind auf silberfarbenen Kerzenhaltern (früher für den Christbaum) montiert und man kann sie sehr gut aufs Osterbäumchen stecken, oder auf einen Kranz oder ein Hühner Hasenstängli.

Simone hat nicht nur härzige Hasen genäht. Mit den Hasen hat sie Stoffherzen vorbei gebracht. Ebenfalls jedes ein Unikat, die Stoffe hat sie selber bedruckt! Ich sage euch, die Frau ist so unglaublich – schon fast unverschämt! 😉 kreativ!

DSC_0013 DSC_0015 DSC_0016Die Herzen und die Hasen gibt’s nur im Laden!

DSC_0007 DSC_0011 DSC_0012 DSC_0024Ich habs ja gesagt, ich konnte fast nicht genug von den Hübschigkeiten kriegen. Und weil das Wetter sooo schön war, habe ich auch gleich noch ein paar Fotos vom Sessel gemacht. Der hat gestern noch das Polsterband verpasst bekommen und ist damit fertig.

DSC_0047 DSC_0050 DSC_0052Finn hat sich schön ferngehalten, während ich die zierlichen Hasen fotografierte. Als ich dann den Sessel aus der Stube geholt und unter der Magnolie platziert hatte, hat er sich hübsch ins Bild gelegt.

Die Magnolie trägt auch dieses Jahr wieder viele Blüten und ein paar davon sind dank des milden Winters und der sonnigen letzten Tage schon fast offen. Jetzt hoffe ich ganz fest, dass es nicht doch noch so richtig kalt wird und sie alle verfrieren, wie es andere Jahre schon mal passierte!

DSC_0042 DSC_0037 DSC_0038Geniesst die warmen Frühlingstage!
Heidigruess

Fast fertig!

Herr indiid beklagt sich ja regelmässig, dass in unserer Stube zu viele Stühle stehen. Acht. Mindestens drei zu viel, meint er. Einer davon soll, wenn der Frühling dann so richtig hier ist, auf den Sitzplatz verbannt werden.

Ein anderer hat vor einigen Monaten so ausgesehen:

IMG_0003Vor ein paar Wochen so:

DSC_0016Ihr erinnert euch vielleicht, denn ich habe euch gefragt, wie ich ihn beziehen soll. Nun, erstens kommt es anders. Und zweitens, als man denkt. Denn ich habe schliesslich keine der vorgestellten Varianten gewählt, sondern einen anderen Stoff gefunden und gekauft. Vor einer Woche war ich nun im Atelier des hiesigen Polsterers und durfte sein Werkzeug benützen und auf seinen Rat und seine tatkräftige Unterstützung zählen und habe den zierlichen Sessel (Sitzhöhe ca. 40 cm, Höhe der Rückenlehne ca. 87 cm) neu bezogen.

DSC_0011 DSC_0014 DSC_0015 DSC_0013 DSC_0012 DSC_0010 DSC_0016Ganz fertig ist er nicht. Eine Abschlussborte, ein Doppelkeder, fehlt noch. Deshalb müsst ihr euch noch ein bisschen gedulden, bis ich den Schönen in seiner ganzen Grösse zeige.

Während ich beim Polsterer war und wir zusammen Kaffee getrunken haben, hat er mir das Fotoalbum einer seiner Arbeiten gezeigt. Vor kurzem hat er ein antikes Hirschsofa vom Grundgerüst auf originalgetreu gepolstert und bezogen: neue Gurten und Federn gesetzt, mit Rosshaar gepolstert und mit Jute und Baumwolle gespannt und eingenäht. So ganz kurz und laienhaft nacherzählt. Aber wow! Was für eine Arbeit! Bei so etwas würde ich gerne mal mithelfen! Alleine das Neu-Beziehen des kleinen Sessels hat richtig Spass gemacht und am liebsten hätte ich am nächsten Tag gleich noch einen eingekleidet! Aber ich denke, Herr indiid ist ganz glücklich, dass ich keinen weiteren zum Beziehen und In-die-Stube-Stellen habe.

Heidigruess

Herr indiid hat geschäbbt

Ja. Und zwar sehr erfolgreich. Es hat ihm Spass gemacht und es sieht sehr gut aus!

Es ist ein zierlicher Damen-Schreibtisch, keine echte Antiquität, sondern ein Replikat und leicht gebaut. Herrn indiid hat er auf den ersten Blick gefallen (er hat den Schreibtisch trotz schlechter Beleuchtung und kreativem Chaos sofort gesehen, als er die Werkstatt betrat. Seine Augen weiteten sich – was nicht oft vorkommt, wenn’s um Möbel geht) und er hat gesagt, dass er ihn gerne streichen würde.

IMG_2897Herr indiid meint bei fast jedem Möbel, das ich mit Farbe restauriere, dass es zu wenig shabby ist. Soll heissen, dass ich es nach dem Streichen zu wenig anschleife, zu wenig auf alt, gebraucht, antik und angestossen trimme. Für ihn war daher klar, dass er die kleine Holde heftig „schäbben“ würde. Aber zuerst musste er natürlich streichen. Weil die Kleine leicht und zierlich ist, habe ich vorgeschlagen, den Pinsel in Old White zu tauchen und klassisch Shabby Chic zu streichen. Herr indiid war einverstanden.

Nach zwei Anstrichen, die Chalk Paint™ hatte er jedes Mal mit etwas Wasser verdünnt, hat er sich also ans Schäbben (er nennt das so, nicht ich!) gemacht. Nicht mit Schleifpapier, sondern mit einem feuchten Lappen. Nach vollbrachtem Schäbben („Heidi, EINE Stunde habe ich jetzt nur geschäbbt! Ich hätte nie gedacht, dass das so viel Zeit in Anspruch nimmt!“) hat er das Möbel mit Clear Wax von Annie Sloan aussen und innen gewachst.

Und so steht sie nun da! In Old White, geschäbbt und gewachst.

DSC_0029 DSC_0026 DSC_0025 DSC_0024 DSC_0023 DSC_0022Ich finde, er hat das richtig toll gemacht, der Herr indiid!

Heidigruess