Open-air-Malen – Painting al fresco

(article in English a little further down)

Obwohl es erst halb zehn abends ist, bin ich ziemlich müde. Den Nachmittag habe ich im Freien verbracht und habe wieder einmal gemalt. Frische Luft macht mich immer müde :). Keines der Möbel ist fertig geworden – noch nicht. Aber ich gebe dennoch einen kurzen Einblick. Vorallem auch, weil ich nicht so recht weiss, wie ich die Stücke fertig stellen soll, fertig stellen werde.

Das hier ist ja schon bekannt, die Insipration:

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Und so weit ist mein Stuhl gediehen:

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Als ich angefangen habe, habe ich spontan entschieden, dass die Füsse weiss sein sollen. Mir gefällts. Ehemann gefällts nicht. Und mir stellt sich jetzt die Frage „wie weiter?“ Den oberen Teil, den ich eigentlich Holz belassen wollte auch weiss malen? Oder blau? Oder die weissen Füsse blau übermalen und oben Holz lassen?

Das kleine Tischchen hat heute eine Verzierung mit einer Schablone erhalten.

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Der dunkle Fleck wird nicht mehr sichtbar sein, wenn der Tisch erst fertig ist.

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Jetzt bin ich noch unschlüssig, ob ich die Farbe der Schablonen-Malerei an den Beinen auch noch einmal aufnehmen möchte… vielleicht einige der Details betonen…?

Die Farben sind für den Stuhl: Annie Sloan Chalk Paint (TM) Old White und Louis Blue; und für den Tisch Annie Sloan Chalk Paint (TM) Paloma und French Linen.

I have been painting outdoors all afternoon. I guess that’s the reason why I’m sooo tired – although it’s only close to 10 p.m. The projects I’ve been working on aren’t finished yet. Partly because I’m not yet sure about how to finish them.

The chair: should I paint the top in either blue or white? Or leave as is? And maybe paint the now white „feet“ in blue?

And the small dressing table? The legs look a bit plain compared to the stencilled top. Should I add some colour on the details of the legs? Or leave as is?

Maybe I’ll find out tomorrow.

Paint and colours used are: Annie Sloan Chalk Paint (TM) in Old White and Louis Blue for the chair and Paloma and French Linen for the dressing table.

Shabby White – oder auf der Suche nach den rechten Worten

CSC_0495Vergangene Woche habe ich diese kleine Schönheit aufgetakelt. Ich war so begierig darauf, ihr etwas shabby Charmantes zu entlocken, dass ich kein Vorher-Foto gemacht habe. Dafür dann nach getaner, zufriedener Arbeit ein paar Nachhers:

DSC_0492 DSC_0491Anschliessend hat D. sie glücklich und zufrieden wieder mit nach Hause genommen.

Im Englischen gibt es einen hübschen Ausdruck dafür: preloved and reloved. Etwas holperig auf Deutsch übersetzt: vorgeliebt und wieder geliebt. In diesem Fall von Ds Schwiegereltern vorgeliebt, und nach einigen Jahren abgestellt – aber nicht vergessen – auf dem Dachboden, von D wieder geliebt, nachdem der Tisch nun schäbig weiss (shabby white) restauriert wurde.

D übrigens hat ein zauberhaftes Gespür für alte, verborgene Schönheiten und einen intuitiven Sinn für gemütlich leichte Einrichtung mit Landhaus Charme.

Alles, was mit Shabby Chic* zu tun hat, kommt ja aus dem englischsprachigen Raum zu uns. Und mir scheint es, dass wir es noch nicht geschafft haben, eigene, wohlklingende Wörter dafür zu finden. Das mag einige nicht stören – und mich normalerweise auch nicht, bin ich doch des Englischen durchaus mächtig – aber es macht es mir dennoch schwer, das was ich mache „auf gut Deutsch“ zu beschreiben, erklären und erzählen. Vor allem wohl auch, weil ich über Seiten, Personen und Firmen aus dem englischen und amerikanischen Raum zu diesem Hobby, dieser Leidenschaft, „Möbel anzumalen“ gekommen bin. Und mich auch nach wie vor dort inspirieren und instruieren lasse.

Da! Möbel anmalen, zum Beispiel. Painted furniture oder auch faux-painting klingt gut und macht auch Sinn. Aber Möbel anmalen klingt irgendwie laienhaft; Möbel malen klingt, als würde man Möbelbilder malen. Faux-painting wird etwa so beschrieben: Faux painting or faux finishing are terms used to describe a wide range of decorative painting techniques. Aber sprechen wir von „dekorativen Maltechniken“ für das Auffrischen (upcycling) – denn vor dem Wort „restaurieren“ habe ich dann doch Ehrfurcht – von Möbeln.

Denn im Grunde genommen ist das ja wirklich faux-painting: ich male alte (manchmal auch nicht ganz so alte) Möbel an, mit neuer Farbe, um diesen neuen Anstrich dann so zu behandeln (decoratively), als wäre der Anstrich genau so alt und gebraucht (preloved) wie das alte Möbel. Oder älter als das nicht ganz so alte Möbel!

Die neue Farbe übrigens, die ich hauptsächlich brauche, ist Annie Sloan Chalk Paint im Farbton Original (meiner Meinung nach wirklich „the best paint in the world“, aber darüber werde ich ein anderes Mal erzählen).

Farbprofil von Original: http://www.anniesloan.com/acatalog/Original_profile.html

* Die Königin des Shabby Chic: https://www.rachelashwellshabbychiccouture.com/#

Desmond

In den Herbstferien habe ich einige Möbel „restauriert“, das heisst einen (neuen) Anstrich verpasst. „Desmond“ ist eines davon:

Vorher sah er so aus. Ein Schmuckstück. Aber seine Besitzerin hatte genug vom antiken Holz-Look und wollte etwas frecheres. Etwas mit mehr Laune.

Nach einigen Stunden in der Garage, ich am Werk mit mit Pinsel, Annie Sloan Chalk Paint und Annie Sloan Clear Wax und Schleifpapier, sah der Schreibtisch so aus – und bekam von mir den Namen Desmond: