Eine Lieblingszeitschrift

Die neue

IMG_5946ist heute mit der Post hereingeflattert! Schon die Titelseite ist erfrischend fröhlich und macht gute Laune – und Lust aufs Möbelauffrischen und ein- und umräumen.

Innen drin geht’s genauso inspirierend weiter! Wenn ich heute Abend nicht meine Workshops bei ein paar Frauen vorstellen dürfte, ich würde mir’s auf dem Sofa mit dem Heft gemütlich machen.

Seht zu, dass ihr euch auch eine schnappt!

we love living, Nr. 5/2015 für Fr. 7.70, resp. € 3.90/4.50 am Kiosk oder beim Zeitschriftenhändler

(we love living erscheint in der We Love Living Verlag GmbH, (…) D-24983 Handewitt)

 

Dieser Beitrag wird in keiner Art und Weise finanziell oder anders unterstützt und gibt meine persönliche Meinung (in kurzen Worten 😉 ) weiter.

Ein paar persönliche Gedanken

Kürzlich hat meine Freundin R beim Chatten geschrieben „du hast etwas, was viele Frauen nicht haben: ein sinnvolles Hobby“. Ich war für den Moment schreibsprachlos. Dann habe ich mich gefragt, ob sie recht hat. Und ich habe mich erinnert, wie viele Hobbys ich als junge Ehefrau und Mutter ausprobiert habe. Ich habe jeden Basteltrend mitgemacht: habe alle möglichen und unmöglichen Gegenstände mit Serviettentechnik verziert – und anschliessend nicht gewusst, wohin damit. Habe mir die Knetmasse in allen Farben gekauft, die man backen und so härten kann und ich weiss nicht was daraus geformt. Ich hatte ein riesiges Arsenal an kleinen bunten Glasperlen, die ich zu Ketten aufreihte und ich habe günstige Leinwände und Farben gekauft. Ich wollte kreativ sein, weil ich den Eindruck hatte, dass alle anderen jungen Frauen kreativ und zufrieden sind.

OLYMPUS DIGITAL CAMERAIch wollte aber auch kreativ sein, weil ich unter dem Druck stand, dass man als Frau kreativ sein muss.

Kennt ihr das „Lob der tüchtigen Hausfrau„? Darin wird beschrieben wie kostbar und wertvoll eine tüchtige Hausfrau für ihren Mann ist: wertvoller als viele Juwelen. Hat euch euer Mann dieses Kompliment auch schon gemacht? Meiner mir (auch) nicht.

DSC_0059Ich habe diese Zeilen gelesen und fühlte mich unter Druck, habe mich selbst unter Druck gesetzt. Wie diese Hausfrau sollte ich sein? Mein Mann sollte sich auf mich verlassen können, (…) ich sollte mir Wolle und Flachs besorgen und es mit geschickten Händen verarbeiten; ich sollte Nahrung herbeischaffen, „wie ein Handelsschiff aus fernen Ländern“ (noch heute sehe ich eine vollbusige italienische Mamma mit einem Korb voll roter Tomaten und Parma-Schinken vor mir), vor Tagesanbruch aufstehen (…) beim Licht der Lampe bis spät in die Nacht arbeiten (…). Diese „Überfrau“ denkt nicht nur an alle anderen zuerst, sie ist auch noch kreativ wie eine ganze Handwerkersgilde! Ich fühlte mich schlecht und klein. Unzulänglich.

DSC_0055Es hat unglaublich lange gedauert, bis ich diesen Abschnitt lesen konnte und keine Befehle und Anweisungen darin las, sondern ganz viel geschenkte Begabung, viele Möglichkeiten und Freiheiten, die zu sein, die ich bin. Als Frau *soll* ich nicht, sondern kann ich kreativ sein. Heute gehe ich sogar noch einen Schritt weiter: als Frau BIN ich kreativ. Ich glaube tatsächlich, dass Kreativität ein weibliches „Wesensmerkmal“ ist. Dass in jeder Frau Kreativität angelegt ist, dass wir nicht kreativ sein müssen, sondern dass wir gar nicht anders können! Kreativität ist wie eine Sehnsucht, die in uns angelegt ist, in uns schlummert.

uberblick4Es gibt viele und keine eindeutige Definition von Kreativität. Creare bedeutet etwas *Neues schöpfen*, etwas entstehen lassen, Raum geben, am Ursprung von etwas sein. Kreativität ist für mich zutiefst Ausdruck der Ebenbildlichkeit, des Ähnlich-Seins mit Gott, dem Kreator, dem Schöpfer. So gesehen ist Kreativität nicht „nur“ ein weiblicher Wesenszug, er steckt in jedem Menschen. Ich denke allerdings, dass Kreativität eine *weibliche* Eigenschaft Gottes ist. Und gell, Kreativität ist ja auch so unglaublich vielseitig. Das beschränkt sich nicht aufs Handarbeiten oder Handwerken. Das geht viel weiter, ist fast nicht fassbar: Gastfreundschaft ist kreativ (und etwas, das mir doch eher abgeht), Geschichten erzählen, Trösten, Ermutigen, Loslassen (denn so kann Neues entstehen), jemanden inspirieren, gemeinsam Ideen entwickeln, Schreiben…

IMG_5359Dass ich ein sinnvolles Hobby hätte, hat mir R am Abend eines zufrieden-müde-glücklichen Workshop-Tages geschrieben. Und nach der ersten Sprachlosigkeit habe ich ihr Recht gegeben. Hatte ich doch gerade einen ganzen Tag lang sieben kreative Frauen angeleitet und unterstützt ein Möbel von shabby zu chic zu gestalten. Und ganz herrliche neue Möbel sind aus den mitgebrachten „alten“ entstanden:

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Ich finde, jedes trägt die persönliche, kreative Handschrift der Möbelstreicherin.

Wie seid ihr gerne kreativ? Wann und wie gebt ihr der inneren Sehnsucht nach? Oder kennt ihr den Kreativitäts-Druck? Ich würde mich sehr über ein Feedback von euch freuen!

Herzlich Heidigruess

 

Zeigt her eure…

… Heftli (Zeitschriften, Magazine).

Nachdem ich im letzen Artikel mein neues Lieblings-Magazin Flow erwähnt hatte, wollte ich euch mittels kurzer Abschnitte (Häppchen) einen Artikel daraus schmackhaft machen. Doch als mein Blick heute auf einen kleinen Stapel Flea Market Style gefallen ist, hatte ich die Idee euch ein paar Möglichkeiten zu zeigen, wie man seine Zeitschriften aufbewahren, präsentieren, verstauen oder hübsch vorzeigen kann.

DSC_0010Dieser Zeitungsständer war eines der ersten Kleinmöbel, das ich gestrichen habe.

Dieser hier gefällt mir auch sehr gut, eine puristische Variante aus der Mitte des 20. Jahrhunderts: (Quelle dieses und der nachfolgenden Fotos: Pinterest)

f0db99f2afdfe7c1e3ee11dfaa388b98 Von den Varianten mit den Kleiderbügeln gefällt mir die mit den einfachen Drahtbügeln am besten.

0f9f3fb2a153588c4cad74bacf1eab9d b46f15a324338f85e60852150c62e36f ab832c9cd606cbb347841b3a7783654bÄhnlich hübsch und funktional: das Herzeigen mit einer alten Leiter.

dd1054db97a4a5a6e23bc5e8bebd9502 100c509bcc98e8da30243d673b26f9e3Hier sind zwar keine Zeitschriften ausgestellt, aber ich kann mir gut vorstellen, dass sich Magazin-Stapel auch ganz gut auf den Sprossenbrettern machen.

Zeitschriften nicht nur zum Lesen, sondern auch zum „Besitzen“. Oder zum Herzeigen und Dekorieren:

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e03b26dd9ba0102b48dc333b784a6ed6Für die DIY-er unter uns, die Papier-Liebhaberinnen und Schnellbastler:

60f0f4ee3b8ed4415cae6ac6c9ff7b3cNatürlich soll auch eine Zeitschriten-Idee fürs Stille Örtchen nicht fehlen!

47cb17e4140163eed22a3e7e7f98b84bNeben der Idee mit den Kleiderbügeln gefallen mir die Ideen gut, welche Behältern eine neue Aufgabe geben oder ein zweites Leben:

7b1ee696dda535551d09773af0cb474e 7a28ae7a33aea14c5e461064f3da1cb55b42cdc7c28be470fd7d73dffc9a670cAuch die beiden haben ihren Charme, der eine rustikal, der andere passt super zum Industrial oder Warehouse Stil:

6deb3a692d5297256d4dbb34f301b185 6de6d822573f3843c7e64e4eaccecbf2Alle gezeigten Ideen und noch ein paar mehr findet ihr auf meiner Pinwand „Magazine Storage“ bei Pinterest.

Wie sorgt ihr für eure Zeitschriften bevor sie unwiederbringlich im Altpapier landen – so sie denn dort überhaupt hinkommen. Vielleicht hast du eine Aufbewahrungsmethode, die total klasse ist, hier aber fehlt. Oder eines der Fotos hat dir so gefallen, dass du die Idee umsetzen willst. Oder du erzählst mir von einem Magazin, in dem ich unbedingt mal schmökern sollte! Ich freue mich auf eure Kommentare!

Heidigruess

Winterschlaf

Nun, natürlich halte ich keinen Winterschlaf. Aber es wäre eine passende Entschuldigung für die lange Blogpause.

IMG_4307In Wirklchkeit war ich aber einfach unglaublich beschäftigt ratlos, was ich euch hier berichten sollte. Nun ist es nicht so, dass nichts los war, das ich hätte mitteilen können. Da war der Advents-Charme im indiid, mit Afternoon Tea in der guten Stube:

IMG_4002Ich habe Möbel gestrichen, aus Freude und um Kundenaufträge zu erfüllen:

IMG_3916 IMG_3942 IMG_4230 IMG_4231Weihnachten kam (im Kreise der Familie) und eine Woche später bin ich mit meiner BF lachend ins neue Jahr gerutscht.

IMG_4133IMG_4198 IMG_4193 IMG_4195 Während der letzten drei Monate habe ich 13 Wochenlektionen unterrichtet, Deutsch als Zweitsprache in der Erwachsenenbildung.

IMG_3996Ich habe ein Buch gelesen: „Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry“ von Rachel Joyce – absolut empfehlenswert; mehrere Bücher angeschaut und ein paar angeschaut und reingelesen, darunter Annie Sloan’s Neuestes: „Room Recipes for Style and Color“, das erst in Englisch und in gebundener Ausgabe vorliegt.

IMG_4241Am Kiosk habe ich ein tolles Magazin „gefunden“ (buchstäblich) und bin so begeistert davon, dass ich es nicht nur kaufe und angucke, sondern auch lese!

IMG_4293Dazwischen habe ich regelmässig meinen Schreibtisch aufgeräumt, weil er genauso regelmässig immer wieder etwa so ausgesehen hat (Stand 27. Januar 2015):

FullSizeRender-1Und ich habe mir Gedanken gemacht. Viele Gedanken. Zu viele Gedanken. Und habe dennoch keine Neujahrsvorsätze gefasst (sonst hätte ich schon viel früher etwas zum Schreiben für das Blog gehabt – um die Jahreswende wimmelt’s in der virtuellen Welt ja nur so von Artikeln zu Vorsätzen und dem Trend-Vorsatz 2015: keine Vorsätze fassen).

tumblr_mnx3gvmy6R1s24yhto1_r2_500gefunden auf: tumblr_mnx3gvmy6R1s24yhto1_r2_500

So viele Gedanken habe ich mir gemacht, dass ich darüber in eine Art mentalen Winterschlaf gefallen bin und vergessen habe, weshalb ich meinem Kleinunternehmen, meinem Laden und diesem Blog den Namen indiid verpasst habe: „in der Tat“! Ob ich mir fürs 2015 wohl doch was vorgenommen habe?

Wie habt ihr die vergangenen 58 Tage (plus/minus) verbracht? Habt ihr was interessantes oder unterhaltendes gelesen? Was schönes (zum ersten Mal) selber gemacht? Welche Vorsätze fürs 2015 habt ihr euch genommen – oder eben gerade nicht?! Welchen Film sollte man unbedingt gesehen haben? Ich freue mich auf eure Nachrichten, Tipps und Kommentare! Wirklich. Sehr.

Heidigruess