Workshops

Heute möchte ich euch einfach ein paar Bilder, Impressionen von den vergangenen Workshops zeigen.

Freie Plätze hat es noch in den Workshops vom 12. Juli 2014 (4 freie Plätze) und 5. August 2014 (3 freie Plätze). Informationen zu den Chalk Paint Workshops von indiid, den Kreativtagen auf dem Lande, findet ihr auf der Homepage, einige Fotoimpressionen vom zauberhaften Hof, wo die Kurse stattfinden gibt’s hier und anmelden könnt ihr euch beim Link auf der Homepage.

 

Heidigruess

Made to Last

Nicolette hat gute Argumente! Und wunderschöne Möbelstücke. Die Schablonen gibt’s übringens auch bei indiid.

Decorate Decorate

I am such a believer in the benefits of re-inventing old furniture. There are the obvious benefits to the planet which come from re-cycling, combined with the possibility of creating something which is unique and tailored to your own home. Equally important for me is the ‚made to last‘ quality of old furniture, which can be bought so cheaply.

Under much duress, I recently bought a not so cheap, flat packed dressing table for my teenage daughter’s bedroom. Believe me, I didn’t want to do it, but she flatly refused my offers to paint something for her.  Anybody who has a teenage daughter will know that to argue is futile!

Within a matter of weeks the drawer has fallen to pieces and I have since squirted large amounts of wood glue into the grooves in an attempt to hold it together.

Here are a couple of pieces I bought from a second hand…

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Ich kann nicht anders!

…ich muss euch Fotos von den Pfingstrosen und Mohnblumen im Garten zeigen! Aber ich sollte nicht, weil ich das schon letztes Jahr getan habe. Also muss ich mir für diesen Juni etwas neues ausdenken. Und siehe da, das am Auffahrtstag freundliche Wetter kommt mir in zweifacher Hinsicht entgegen: ich kann Fotos von ein paar Möbeln machen und sogar ein paar Pfingstrosen reinschmuggeln! Dafür beschränke ich mich auf ganz wenige Fotos pro Möbel, versprochen!

Über die vergangenen Wochen sind in der Werkstatt ein paar Möbel gestrichen worden. Einige davon sind Auftragsarbeiten, andere kommen in den Laden. Die Auftragsarbeiten habe ich nicht alle fotografiert. Die meisten waren weiss. Und die geneigte Leserin weiss ja, dass ich gerne bunt unterwegs bin. Dennoch: auch die Auftragsarbeiten haben unheimlich Spass gemacht! Fünf Stühle, eine sehr alte Kommode und ein grosser Schubladenstock mit 25(!) Schubladen, ein Biedermeiertisch, dieser Schrank sowie das Kinderbettli sind ins Atelier ein- und wieder ausgezogen. (Beim Fotos-vom-Handy-Löschen habe ich heute morgen ganz viele schnelle Fotos von den Auftragsarbeiten in der Werkstatt wieder entdeckt. Die Versuchung ist gross, sie trotz schlechter Qualität nicht doch hier zu zeigen.)

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Farbenfroher geht’s bei den Stücken zu, die in den Laden kommen. Da hab ich so richtig aus dem Vollen geschöpft, Farben gemischt, „dick“ aufgetragen und auch mit Schablonen gewerkelt.

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Das grösste Projekt haben Herr indiid und ich gemeinsam angepackt. Das heisst eigentlich nacheinander. In meinem Übermut hatte ich im Winter ein grosses, sehr grosses Buffet bei ricardo ersteigert. Und als es dann in der Werkstatt stand, hat mich der Übermut verlassen. Herr indiid war dann willig und hat das ganze Möbel – weil wir (zu Recht) fürchteten, dass es verfärben würde – lackiert, um die Gerbstoffe zu blocken. Und er hat es auch mit Paris Grey gestrichen und die Vitrinenkästchen mit dem schönen Geschenkpapier ausgeklebt. Ich habe dann die Schnitzereien mit einer Lasur aus Old White betont und das ganze Möbel gewachst. Wie viele Stunden wir investiert haben, weiss ich nicht. Aber eins weiss ich: es hat sich gelohnt!

DSC_0063 DSC_0076Ich wünsche euch ein wunderschönes, wie vorausgesagt sehr sonniges und heisses Pfingstwochenende! Geniesst den freien Extratag und die letzten blühenden Pfingstrosen – und vieles mehr!

Heidigruess

 

Farben machen (mich) froh!

Am 1. Mai habe ich ganz zweckfrei, nur aus Spass an der Freude, ein bisschen Farben gemischt, Chalk Paint. Natürlich.

Die Farbpallette von Chalk Paint von Annie Sloan umfasst 32 Farben, darin eingeschlossen sind auch die weissen und grauen Töne. Das Tolle an den Farben ist, dass sie untereinander mischbar sind und so die Pallette fast grenzenlos erweitert werden kann.

Einen Farbton aufhellen, kann man ganz einfach, indem man nach Gusto Old White beimischt. Leslie von paintcolorways.blogspot.com zeigt in ihrem Blog immer wieder tolle Farbkombinationen und Farbmischungen. Das folgende Beispiel zeigt, wie sich Old Violet verändert, wenn man Old White in verschiedenen Verhälntissen dazumischt.

Old Violet
Mit Graphite kann man einen Farbton abdunkeln. Leslie hat hier mit den drei Grundfarben gespielt: rot/Emperor’s Silk, blau/Napoleonic Blue und gelb/English Yellos. In der Mitte der Grundfarbenton, nach links abgedunkelt mit Graphite, nach rechts aufgehellt mit Old White:

Primary S&T copyDie Farbe Napoleonic Blue ist in Europa nicht im Sortiment. Zur Herstellung wird ein Pigment benötigt, das in Europa nicht natürlich vorkommt.

Ich habe ebenfalls mit den Grundfarben gespielt, indem ich sie miteinander in verschiedenen Verhältnissen gemischt habe. Besonders gut gefallen hat mir eine Mischung von Greek Blue und English Yellow mit Old White.

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Variationen von Emperor’s Silk und English Yellow:

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Burgundy und Louis Blue:

IMG_3344 IMG_3345 IMG_3346 IMG_3347 IMG_3348Louis Blue und English Yellow, Old White und dann doch noch es bizzeli Greek Blue:

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Meine Hosen:

IMG_3329 IMG_3328Mit diesen Spielereien werde ich sicher ein anderes Mal weitermachen. Es macht einfach Spass! Und gibt natürlich auch neue Ideen für Farben und Farbkombinationen. Dann kann ich auch die Pallette der unterschiedlichen Rotnuancen erweitern. Oder ein schönes Brett mit den Grünen machen. Violett. Orange… hach! Und dann stehen ja in der Scheune stehen noch ein paar Möbel und Möbelchen, die auf einen neuen Anstrich warten!

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Farbenfrohe, zufriedene Heidigrüess!

 

Herr indiid hat geschäbbt

Ja. Und zwar sehr erfolgreich. Es hat ihm Spass gemacht und es sieht sehr gut aus!

Es ist ein zierlicher Damen-Schreibtisch, keine echte Antiquität, sondern ein Replikat und leicht gebaut. Herrn indiid hat er auf den ersten Blick gefallen (er hat den Schreibtisch trotz schlechter Beleuchtung und kreativem Chaos sofort gesehen, als er die Werkstatt betrat. Seine Augen weiteten sich – was nicht oft vorkommt, wenn’s um Möbel geht) und er hat gesagt, dass er ihn gerne streichen würde.

IMG_2897Herr indiid meint bei fast jedem Möbel, das ich mit Farbe restauriere, dass es zu wenig shabby ist. Soll heissen, dass ich es nach dem Streichen zu wenig anschleife, zu wenig auf alt, gebraucht, antik und angestossen trimme. Für ihn war daher klar, dass er die kleine Holde heftig „schäbben“ würde. Aber zuerst musste er natürlich streichen. Weil die Kleine leicht und zierlich ist, habe ich vorgeschlagen, den Pinsel in Old White zu tauchen und klassisch Shabby Chic zu streichen. Herr indiid war einverstanden.

Nach zwei Anstrichen, die Chalk Paint™ hatte er jedes Mal mit etwas Wasser verdünnt, hat er sich also ans Schäbben (er nennt das so, nicht ich!) gemacht. Nicht mit Schleifpapier, sondern mit einem feuchten Lappen. Nach vollbrachtem Schäbben („Heidi, EINE Stunde habe ich jetzt nur geschäbbt! Ich hätte nie gedacht, dass das so viel Zeit in Anspruch nimmt!“) hat er das Möbel mit Clear Wax von Annie Sloan aussen und innen gewachst.

Und so steht sie nun da! In Old White, geschäbbt und gewachst.

DSC_0029 DSC_0026 DSC_0025 DSC_0024 DSC_0023 DSC_0022Ich finde, er hat das richtig toll gemacht, der Herr indiid!

Heidigruess

Abverheit und trotzdem Freud!

Ein Projekt sieht beeindruckender aus, wenn das Vorher-Foto in einem dunklen Raum mit mieser Kameraeinstellung aufgenommen wird. Der Ah-Effekt steigert sich um einiges, wirklich. Naja, wenigsten hoffe ich das!

IMG_2918 IMG_2920 IMG_2921Die praktische Erklärung zu den dunklen Fotos ist einfach: im Heizungsraum ist es schön warm (was angenehm zum Arbeiten ist). Leider hat es nur eine Leuchte (was guten Fotos abträglich ist). Die Fotos wurden mit der Handykamera gemacht.

Diese Fotos sind allerdings nicht der Grund, weshalb ich hier (und auch schon hier) vom abverheiten (misslungenen) Projekt spreche, an dem ich dennoch ziemlich Freude habe!

Ich wollte schon immer ein Nähmaschinentichschen. Schon immer heisst, seit ich bei der bekannten Schweizer Nähmaschinen-Herstellerin die Lehre gemacht habe. Fürs Tischchen hats nicht gereicht, aber eine Nähmaschine habe ich mir natürlich günstiger gekauft. Das war vor 23 Jahren.

Vor drei Wochen, nachdem die alte Maschine entfernt und die Vorher-Fotos gemacht waren, habe ich das Möbel innen in Chalk Paint™, Farbe Louis Blue gestrichen. Ich wollte eine helle Farbe, aber nicht weiss und Louis Blue hatte ich gerade noch genügend über.

DSC_0013 DSC_0016 DSC_0017 DSC_0018 DSC_0020Das hübsche kleine Fach für die Unterfadenspulen gefällt mir genauso gut, wie die beiden Fächer darunter. Das ist einfach chic. Am allerliebsten mag ich allerdings den kleinen Ring, einem Getränkehalter nicht unähnlich. Ich habe keine Ahnung, wozu er diente, aber ich habe den erfreulichen Verdacht, dass da genau eine Dose Vanilla Coke rein passt!

DSC_0015Der dunkle Fleck um den Getränkehalter hat sich erst einige Zeit nach dem Malen gebildet. Ich vermute, dass es Öl oder eine ölige Flüssigkeit ist, die ins Holz eingesogen ist und durch die Feuchtigkeit der Farbe wieder sichtbar wurde. Rechts davon hat sich der Louis Blue Anstrich gelblich-grün verfärbt. Das gibt es manchmal, wenn die Farbe dem Holz Gerbstoffe entzieht. Dagegen lässt sich aber etwas machen: wenn sich die Verfärbung nach dem ersten Anstrich zeigt, die betreffenden Stellen einfach mit Clear Wax von Annie Sloan behandeln. Am nächsten Tag wieder drüber streichen. Falls die Verfäbungen besonders hartnäckig sind, oder auch noch nach dem Wachsen durch den zweiten Anstrich sichtbar sind, hilft eine blockierende Schicht Schellack (erhältlich u.a. bei boesner Künstler- und Bastelbedarf). Schellack trocknet sehr schnell und kann nach einer Stunde bereits überstrichen werden. Die Verfärbungen hier habe ich nicht behandelt.

Die Aussenseite des Tischchens habe ich schon vor dem ersten Anstrich mit Schellack behandelt, weil ich mit Verfärbungen rechnete, denn es hatte bereits sichtbare Ringe und Flecken, die von Flüssigkeiten stammten. Nach dem ersten Anstrich mit der Farbe Versailles sah es ganz gut aus. Nach dem zweiten Anstrich und nachdem das Tischchen ein paar Tage aufs Weiterarbeiten warten musste, hatte es einige Verfärbungen. Ich habe sie nicht noch einmal behandelt. Heute, nach etwa drei Wochen sieht man sie praktisch nicht mehr. Weshalb das so ist, kann ich auch nicht erklären.

Nach dem deckenden Anstrich mit Versailles habe ich meine neue Wunderwaffe zur Hand genommen: einen gemusterten Farbroller von The Painted House! Ich hatte ihn noch nie eingesetzt und auch noch nicht „trocken“ ausprobiert. Nachdem ich mir noch einmal eines der Instruktionsvideos angesehen hatte, und eine Versuchsrolle auf einem grossen Karton gemacht hatte, habe ich also beim Türchen vorne angefangen. Jaja, man sollte so etwas sorgfältig aufgleisen und besser auf der hinteren Seite anfangen, denn falls es abverheit, ist es nur die Hinterseite! Aber ich, ich dachte mir, wenn ich nicht mit dem Roller hantieren kann, dann kann ich nach der Vorderseite aufhören. Ja, so ticke ich!

DSC_0003 DSC_0005 DSC_0004Nun, was soll ich sagen? Die vordere Seite, also das Türchen, ist halt eben abverheit! Aber weil ich gemerkt habe, woran es liegt und weil mir das Muster so gut gefallen hat und der Roller einfacher zu handhaben war (als ich es denn richtig handhabte), als ich mir vorgestellt hatte, habe ich die anderen drei Seiten auch noch gerollert! Tada!

DSC_0009 DSC_0008 DSC_0006 DSC_0001Seit einigen Tagen ist das Tischchen nun besetzt mit der Nähmaschine und ab und zu von mir. Es ist sehr praktisch, weil es sich zu beiden Seiten vergrössern lässt und so angenehm viel Ablagefläche bietet.

DSC_0035Am liebsten hätte ich es ja gehabt, wenn mein Mann die alte Maschine entfernt hätte und meine so auf- und eingebaut hätte, dass sich diese nun versenken lässt. Aber das war nicht machbar. So steht die nicht ganz so alte Maschine auf dem Boden der sehr alten Maschine.

DSC_0032 DSC_0033Das ins Holz eingelegte Massband habe ich natürlich nicht überstrichen. Sowas kann man ja beim Nähen immer wieder brauchen und gehört zum Charme des Möbels.

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DSC_0027 Genauso wie einige abgeschlagenen Kanten und Ecken, die ich nicht abgeschliffen oder ausgespachtelt habe.

DSC_0031 DSC_0029Genauso wie die Ecken und Kanten gefällt mir auch, dass das Motiv des Farbrollers mit der Zeit blasser wird (und man dann halt wieder etwas Farbe aufnehmen muss). Das passt doch einfach zum Vintage-Stil, bei dem Alter, Patina und Abnutzung imitiert wird!

DSC_0023Nächstes Mal zeige ich euch Herrn indiids Pinselstriche. Ohja, der gute Mann hat – wie er es nennt – geschäbbt!

Heidigruess

C’s weisse Nachtkästchen

image-4Ein Vorher-Foto!
Zu verdanken habe ich es C, die diszipliniert genug ist ein Foto zu machen, bevor sie mit dem Pinsel loslegt.

C hatte zwei von diesen hellbraunen, klarlackierten englischen Möbeln aus Wurzelholz. Warum ich das so genau weiss? Nun, sie hatte die Möbel von mir. C ist nicht bloss eine Kundin, sondern eine langjährige Freundin. (Klingt langjährige Freundin nicht viel besser als alte Freundin?!) Wir kennen uns schon unser halbes Leben lang. Und das mit ‚englisch‘ und ‚Wurzelholz‘ weiss ich vom früheren Besitzer, der mir das ganz stolz erzählt hat. Er hat auch den Stil erwähnt – ich konnte es mir nicht merken – und dass er die zwei Kästchen in England, seinem zweiten Wohnsitz gekauft hatte. Ich war beeindruckt, wirklich. Und hielt es für gescheiter, nicht zu erwähnen, dass mir das Wurzelholz und der glänzende Lack nicht gefallen und ich es ohne Skrupel anmalen würde! Die zierlichen Füsse und das ‚doppelflügelige‘ Türchen hatten mich zum Kauf verführt. Und natürlich die herausziehbare Platte über der Schublade!

Als C mich dann vor ein paar Wochen anfragte, ob ich nicht wüsste, wo es ein günstiges Nachtkästchen hätte (Brocki, ricardo, Flohmi…), habe ich ihr diese beiden Hübschen angeboten. (Dass ihr Mann ihr, genauso wie mein Mann mir, verboten hatte weitere Möbel zu kaufen, zu ersteigern oder am Strassenrand aufzulesen, sei hier nur kleinlaut und in Klammern vermerkt.)

So, genug einführende Worte. C hat sich nach dem Vorher-Foto sofort ans Werk gemacht und das eine der beiden Kästchen für Ihre Tochter aufgehübscht. Mit Chalk Paint™ von Annie Sloan, Farbe Original und für innen hat sie rote Acryl-Farbe für ein Pink dazugemischt.

image-3 image-2Nach dem Streichen hat sie es mit Clear Wax von Annie Sloan behandelt. Das verleiht der Chalk Paint™, die sonst zum Berühren ein bisschen pudrig oder samtig ist, eine angenehm glatte Oberfläche. Und den nötigen Schutz gegen Kratzer oder auch Wassertropfen. Man muss Chalk Paint™ nicht wachsen, aber es empfiehlt sich. (Gartenmöbel, die mit Chalk Paint™ gestrichen werden, sollte man nicht wachsen, weil der Wachs mit Sonnenlicht reagiert und die Farbe abblättert.) Der Farbanstrich ist dann auch resistenter gegen Verschmutzungen und wenn man nach dem Wachsen poliert, erhält er einen seidenmatten Glanz.

Nach dem Wachsen mit dem hellen Wachs hat C das Möbel mit Dark Wax behandelt. Das betont die wunderschönen Füsse und gibt dem ganzen Möbel eine antike Patina. Wichtig ist unbedingt, das Möbel nach dem Malen zuerst mit Clear Wax und erst anschliessend mit Dark Wax zu „altern“. Ohne Schutzschicht des hellen Wachses würde der dunkle sofort in die Farbe einziehen und dann hat man das Möbel viel dunkler und antiker, als es man gerne hätte. Überschüssigen dunklen Wachs kann man so mit einem Lappen und etwas hellem Wachs darauf einfach wegwischen.

image-1Gemäss C hat sich ihre Tochter sehr über das „neue, alte“ Nachtkästchen gefreut. Und es passt doch auch ganz hervorragend in das Zimmer der jungen Frau, gell!

imageWie gesagt, schützt der Wachs die Farbe und versiegelt sie. Wassertropfen perlen ab und lassen sich gäbig abwischen. Möbel für Badezimmer oder Küche erfordern mehrere Wachsschichten, weil sie erhöhter Feuchtigkeit ausgesetzt sind. Zwischen den einzelnen Wachsschichten sollte man mindestens eine Stunde warten. Der Wachs kann die Farbe nicht vor Hitze schützen. Das heisst, heisse Pfannen, Tassli oder dergleichen sollten immer auf einen Untersetzer gestellt werden. Es können sonst hässliche Ringe entstehen. Wie es mir übrigens auch bei einem geölten Esstisch passiert ist. Und genau wie bei geölten Möbeln empfiehlt es sich bei gewachsten Möbeln diese Schutzschicht regelmässig zu erneuern.

Das zweite Nachtkästchen hat C dann für sich angemalt. Wieder in Original, aber ohne pinkes Interieur. Nach der Versiegelung mit Clear Wax hat sie hier nur die Kanten und die (ich wiederhole mich) hübschen Füsse dunkel gewachst.

IMG_2960IMG_2959IMG_2958Und nun hat C nicht mehr zwei klar lackierte englische (Chippendale?) Wurzelholz-Nachtkästchen, sondern zwei weisse, schäbig schicke Schönheiten, die ihresgleichen suchen!

Nächstes Mal zeige ich euch mein abverheites Nähtischchen, an dem ich dennoch ungemein Freude hab! (Für die Leser, die der Thurgauer Mundart nicht mächtig sind: Nächstes Mal zeige ich euch mein misslungenes Nähtischchen, auf das ich dennoch angemessen stolz bin.)

Heidigruess