C’s weisse Nachtkästchen

image-4Ein Vorher-Foto!
Zu verdanken habe ich es C, die diszipliniert genug ist ein Foto zu machen, bevor sie mit dem Pinsel loslegt.

C hatte zwei von diesen hellbraunen, klarlackierten englischen Möbeln aus Wurzelholz. Warum ich das so genau weiss? Nun, sie hatte die Möbel von mir. C ist nicht bloss eine Kundin, sondern eine langjährige Freundin. (Klingt langjährige Freundin nicht viel besser als alte Freundin?!) Wir kennen uns schon unser halbes Leben lang. Und das mit ‚englisch‘ und ‚Wurzelholz‘ weiss ich vom früheren Besitzer, der mir das ganz stolz erzählt hat. Er hat auch den Stil erwähnt – ich konnte es mir nicht merken – und dass er die zwei Kästchen in England, seinem zweiten Wohnsitz gekauft hatte. Ich war beeindruckt, wirklich. Und hielt es für gescheiter, nicht zu erwähnen, dass mir das Wurzelholz und der glänzende Lack nicht gefallen und ich es ohne Skrupel anmalen würde! Die zierlichen Füsse und das ‚doppelflügelige‘ Türchen hatten mich zum Kauf verführt. Und natürlich die herausziehbare Platte über der Schublade!

Als C mich dann vor ein paar Wochen anfragte, ob ich nicht wüsste, wo es ein günstiges Nachtkästchen hätte (Brocki, ricardo, Flohmi…), habe ich ihr diese beiden Hübschen angeboten. (Dass ihr Mann ihr, genauso wie mein Mann mir, verboten hatte weitere Möbel zu kaufen, zu ersteigern oder am Strassenrand aufzulesen, sei hier nur kleinlaut und in Klammern vermerkt.)

So, genug einführende Worte. C hat sich nach dem Vorher-Foto sofort ans Werk gemacht und das eine der beiden Kästchen für Ihre Tochter aufgehübscht. Mit Chalk Paint™ von Annie Sloan, Farbe Original und für innen hat sie rote Acryl-Farbe für ein Pink dazugemischt.

image-3 image-2Nach dem Streichen hat sie es mit Clear Wax von Annie Sloan behandelt. Das verleiht der Chalk Paint™, die sonst zum Berühren ein bisschen pudrig oder samtig ist, eine angenehm glatte Oberfläche. Und den nötigen Schutz gegen Kratzer oder auch Wassertropfen. Man muss Chalk Paint™ nicht wachsen, aber es empfiehlt sich. (Gartenmöbel, die mit Chalk Paint™ gestrichen werden, sollte man nicht wachsen, weil der Wachs mit Sonnenlicht reagiert und die Farbe abblättert.) Der Farbanstrich ist dann auch resistenter gegen Verschmutzungen und wenn man nach dem Wachsen poliert, erhält er einen seidenmatten Glanz.

Nach dem Wachsen mit dem hellen Wachs hat C das Möbel mit Dark Wax behandelt. Das betont die wunderschönen Füsse und gibt dem ganzen Möbel eine antike Patina. Wichtig ist unbedingt, das Möbel nach dem Malen zuerst mit Clear Wax und erst anschliessend mit Dark Wax zu „altern“. Ohne Schutzschicht des hellen Wachses würde der dunkle sofort in die Farbe einziehen und dann hat man das Möbel viel dunkler und antiker, als es man gerne hätte. Überschüssigen dunklen Wachs kann man so mit einem Lappen und etwas hellem Wachs darauf einfach wegwischen.

image-1Gemäss C hat sich ihre Tochter sehr über das „neue, alte“ Nachtkästchen gefreut. Und es passt doch auch ganz hervorragend in das Zimmer der jungen Frau, gell!

imageWie gesagt, schützt der Wachs die Farbe und versiegelt sie. Wassertropfen perlen ab und lassen sich gäbig abwischen. Möbel für Badezimmer oder Küche erfordern mehrere Wachsschichten, weil sie erhöhter Feuchtigkeit ausgesetzt sind. Zwischen den einzelnen Wachsschichten sollte man mindestens eine Stunde warten. Der Wachs kann die Farbe nicht vor Hitze schützen. Das heisst, heisse Pfannen, Tassli oder dergleichen sollten immer auf einen Untersetzer gestellt werden. Es können sonst hässliche Ringe entstehen. Wie es mir übrigens auch bei einem geölten Esstisch passiert ist. Und genau wie bei geölten Möbeln empfiehlt es sich bei gewachsten Möbeln diese Schutzschicht regelmässig zu erneuern.

Das zweite Nachtkästchen hat C dann für sich angemalt. Wieder in Original, aber ohne pinkes Interieur. Nach der Versiegelung mit Clear Wax hat sie hier nur die Kanten und die (ich wiederhole mich) hübschen Füsse dunkel gewachst.

IMG_2960IMG_2959IMG_2958Und nun hat C nicht mehr zwei klar lackierte englische (Chippendale?) Wurzelholz-Nachtkästchen, sondern zwei weisse, schäbig schicke Schönheiten, die ihresgleichen suchen!

Nächstes Mal zeige ich euch mein abverheites Nähtischchen, an dem ich dennoch ungemein Freude hab! (Für die Leser, die der Thurgauer Mundart nicht mächtig sind: Nächstes Mal zeige ich euch mein misslungenes Nähtischchen, auf das ich dennoch angemessen stolz bin.)

Heidigruess

Ideen, Ideen, Ideen

Diesen Sessel habe ich vor einigen Monaten günstig bei ricardo ersteigert. Mit Freude habe ich ihn abgeholt und schon bald einmal ausgezogen. (Und natürlich kein Vorher-Foto gemacht, ‚tschuldigung).

DSC_0015Dann ist der Sessel lange in der Garage gestanden, wurde von der Katze besucht und hat im allgemeinen Ein- und Aus- und Umräumen ein paar Mal den (Abstell-)Platz gewechselt.

Meine erste Idee für den Sessel war, ihn einfach nur zu entkleiden und dann so zu besitzen/be-sitzen. Die Inspiration dazu fand ich bei Nina Hartmann, vintagebynina.com, in ihrem gleichnamigen Buch.

DSC_0007DSC_0008 DSC_0009Weil aber die Rückenansicht nicht einfach beige ist, sondern ein farbiges Vlieslin, habe ich die Idee wieder fallen lassen. Und auch, weil es zwar gut aussieht, aber irgendwie doch auch zu shabby. Zudem bin ich mir nicht sicher, ob die dünne Moulure der Belastung des Be-sitzens lange standhalten würde.

DSC_0020Also doch den Sessel neu beziehen und dafür einen einfachen, beige- oder crèmefarbenen, etwas festeren Baumwollstoff wählen? Oder Leinen?

Dann kam die Idee mit den alten Mehlsäcken, gesehen bei Miss Mustard Seed und auf unzähligen anderen Fotos auf den einschlägigen Internetseiten.

grain sack chairZu meinem Glück habe ich Anfang Dezember bei der Brocki-Tour mit M drei antike Mehlsäcke gefunden, die Idee könnte als Realität werden.

IMG_2769Wären da nicht Sarah Moore und ihr Buch Vintage Home mit diesem wunderschön bunten Titelbild mit ebendiesem grünen Sessel mit Blumenmuster (ohne besticktes Rosenkissen, bitte!).

DSC_0003DSC_0004So, genau so am liebsten, sollte der Sessel bezogen werden. In Stoffläden, Brockenhäusern und online bin ich also auf der Suche nach einem grünen Stoff mit Blumenmuster. Erfolglos, bisher. Schliesslich brauche ich mindestens zwei Meter, bei einer Stoffbreite von 1,50 m und das findet sich im Bereich Vintage Stoffe nicht so einfach. Schon gar nicht in der Schweiz.

Mustermässig habe ich zwei valable Alternativen gefunden. Aber von der Qualität her sind sie als Bezugsstoffe zu dünn.

DSC_0018 DSC_0019Da fällt mein Blick auf einen solchen oder ähnlichen wunderschönen Sessel

tartan-chair-3541347273685und ich denke mir, dass ich meinen ja mit einem tartanähnlichen Stoff beziehen könnte. Zum Beispiel gleich mit meiner neuen Sofadecke!

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DSC_0017Aber dann wäre mein neuer Sessel stylingmässig nur ein Wintersessel. Denn bei aller Liebe zum Tartan-Muster und dem Land seiner Herkunft: ein wollähnlicher Bezug würde mir für die Sommermonate nicht gefallen.

Oder ich mache es mir ganz einfach. Hole den Sessel, so wie er jetz eben grad ist, aus der Garage (ja, die Bilder verratens: das habe ich schon gemacht) und schmeisse einfach ein Schaffell drauf, resp. ich drapiere ein Schaffell auf den Sessel. Bis der Frühling da ist, könnte das ja passen.

DSC_0016Und nun, meine Lieben, seid ihr dran! Welchen Weg soll ich – eurer Meinung nach** – mit dem Sessel einschlagen? Rough Shabby wie Nina? Oder buntes Vintage wie Sarah? Klassisch schlicht wie Marian…? Ich freue mich auf eure Gedanken! Vielleicht sogar ganz neue, die hier noch nicht erwähnt sind?!

** Weil ich mich ja kenne, gebe ich keine Garantie, dass ich am Ende dann mit dem Sessel nicht doch mache, was mir passt.

Heidigruess

Weiss

Weiß ist die hellste aller Farben. Es ist, wie Schwarz und Grau, eine unbunte Farbe. Weiß ist keine Spektralfarbe, sondern entsteht durch ein Gemisch aus Einzelfarben, das den gleichen Farbeindruck hervorruft wie Sonnenlicht.
(…)
(Quelle: Wikipedia)

Weiss ist DIE Farbe, die sofort mit Shabby Chic in Verbindung gebracht wird. Für viele ist Shabby Chic gleichzusetzen mit weiss. Deshalb bin ich auch nicht der typische Shabby Chic Typ, denn ich mag’s lieber bunt. Aber an den Tagen zwischen den Jahren habe ich ein paar Möbel weiss gestrichen. Nur weiss. Und sogar für mich, für unser Haus, nicht zum Verkaufen. Naja, jedenfalls nicht sofort.

Dieser stabile und bequeme Geselle wird mich in Zukunft ertragen müssen, wenn ich im Büro arbeite. Der Vorgänger aus der Ikea hat ja nach ein paar Jahren unter mir nachgegeben – ist sprichwörtlich eingeknickt. Da nützt dann auch kein neuer Anstrich mehr.

DSC_0019 DSC_0016Und so sah der Stuhl vorher aus:

buerostuhlDie Kommode stand schon ein paar Jahre als Stauraum bei der Garderobe, gefüllt mit Plastiktragtaschen, Dekomaterialien, Landkarten, alten Briefen und Krimskrams. Jetzt, da sie ein neues Aussehen erhalten hat (sie war vor einigen Jahren von meiner Schwester abgelaugt worden), hat sie auch einen neuen Platz gefunden, im Badezimmer. Was auf den Fotos nicht drauf ist, hat sich dort auch wieder mit ihr vereinigt: die Marmorplatte und der Spiegel.

DSC_0009 Ich habe ziemlich viel Farbe ziemlich dick aufgetragen. An einigen Stellen habe ich sie sofort mit dem Föhn getrocknet, was die Farbe zum Reissen (Krakelieren) bringt.

DSC_0014 DSC_0011 DSC_0015Alte Anstriche werden oft brüchig und reissen, weil die Farbe austrocknet. Mit Chalk Paint™ kann man diese Alterserscheinung mit der oben beschriebenen Technik imitieren. Die Risse in der Farbe werden betont, indem man nach dem Wachsen mit Clear Wax den dunklen Wachs aufträgt, der in den Rissen, den tieferen Stellen sitzen bleibt und so den Staub und Schmutz der vergangenen Jahrzehnte imitiert. Denn darum geht’s ja beim Shabby Chic und beim Malen mit Chalk Paint™: den Möbeln, die nicht so alt sind, wir wir’s gerne hätten, die Patina vergangener Zeiten „anzuschummeln“.

Bei dieser Kommode habe ich auch die Griffe und Beschläge der Schlüssellöcher übermalt und gewachst. So sehen sie doch aus, als wären sie schon jahrhundertealt. Darüber hinaus kann man so die Details noch betonen.

DSC_0012 DSC_0013Aller guten Dinge sind drei und das dritte Stück ist diese Garderobe, die ich bei ricardo gesehen und ersteigert habe *dreizweieinsmeins*:

GarderobeErsteigert und abgeholt habe ich sie im Brocki-Shop in Sirnach. Ich sage euch, das ist eine Brocki! Eine Edel-Brocki! Wenn ihr Zeit habt, dann müsst ihr da unbedingt mal hin (Mittwoch-Nachmittags oder am Samstag)! Da findet man einfach alles! Ich bin dann auch nicht nur mit der Garderobe nach Hause gefahren, sondern noch mit ein paar Sächelchen mehr. Und vergangenen Samstag mit Lady Rosegarden auch gleich nochmal hin. Aber das ist ein anderes Thema und soll ein ander Mal erzählt werden.

Weil die Kommode ja nun im Badezimmer steht, hats im Eingang Platz für die Garderobe gegeben. Allerdings hat die keine Kapazität für all den oben erwähnten Krimskrams.

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New year, same old resolutions?

Ein etwas anderer – vielleicht sogar herausfordernder! – Ansatz, was die Neujahrsvorsätze angeht. Lesenswert!

Rachael Willis Personal Training

So, here we are. January 2014. New year, new start, right?

Hands up who’s made some New Year resolutions. And keep those hands up if you’ve already broken one of them!

I’ve talked to several people about what they hope to achieve this year. Some have been gratifyingly positive and realistic. Others…not so much! I’m sure we’ve all heard the advice about setting achievable, specific goals that you can strike off your list with a satisfying tick once you’ve made your ‘perfect’ weight, bought that car, booked the cruise, got the promotion, survived ‘dry’ January…

Now there’s nothing wrong, per se, in having any of those as a goal. But I’m going to offer you a challenge this year. Rather than starting your list with specific, material-based ‘things’, ask yourself why you want those things on your list. And dig deep. Don’t fob yourself off with a superficial answer…

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