Mittendrin

Ein Blick in meine Werkstatt – welche ich gerne Atelier nennen würde -, die aber doch nur eine umgenutzte Garage ist:

DSC_0010Eigentlich (achja dieses Eigentlich…) wollte ich den heutigen Nachmittag genau hier verbringen und den Schreibpult, den man rechts hinten sieht, auffrischen. Aber tausend wichtige Kleinigkeiten haben mich davon abgehalten.

Angefangen hat es damit, dass ich unbedingt noch ein Vorher-Foto von ebendiesem Pult machen wollte. Meistens bin ich so wild aufs Möbel aufmöbeln, dass ich mir die Zeit nicht nehme, die richtige Beleuchtung und das richtige Setting einrichte, um ein Vorher-Foto zu machen. Was grundsätzlich schade ist, weil es echt Spass macht und den Wow-Effekt erheblich steigert, wenn man sieht, wie die Möbel vorher ausgesehen haben. Und weil ich mir ab und zu gute Vorsätze nehme und sie auch (wenigstens für eine Weile) umsetze, wollte ich heute eben so ein Vorher-Foto machen. Eigentlich ein An-der-Arbeit-Foto, denn die Schubladen habe ich schon ein erstes Mal gestrichen (vorne im Bild, auf dem Tisch).

Weil ich also schon mal die Kamera in Händen und in der Garage hatte, habe ich gleich noch ein paar weitere Fotos gemacht und diese anschliessend hochgeladen, weil ich sie für einen Beitrag brauchte, den ich auch gleich noch geschrieben und gepostet habe. Wieder in der Werkstatt habe ich zwei kleine Garderoben von ihrem Garagendasein erlöst, gereinigt und ins Lädchen getragen. Dann habe ich mich von ein paar Etiketten ablenken lassen, und von ein paar Blogs, die auch unbedingt gelesen werden wollten – und vermutlich auch von mindestens einer Tasse Tee. Nach einem (weiteren) Blick auf die Lektionsplanung für die Deutschstunde vom Abend, habe ich sichergestellt, dass ich alles eingepackt hatte. Beim Gang in die Küche habe ich dann den Wäschekorb gesehen und die Wäsche nicht wie geplant – weil das Wetter nicht mitspielte – im Freien, sondern in der Waschküche aufgehängt. Und schwupps war’s auch schon Zeit, um in die Schule zu fahren.

DSC_0012 DSC_0013 DSC_0016Diesen antiken Schreibpult habe ich von meinem Götti für meine erste Wohnung erhalten. Meine Mutter hat ihn damals gereinigt, abgelaugt und behandelt. Vor ein paar Jahren haben wir ihn in den Estrich gestellt, davor stand er meistens im Wohnzimmer. Vor einem Jahr dann wollte ich ihn auffrischen und habe mir dazu Chalk Paint™ von Annie Sloan bestellt in den Farben Arles (gelb) und Emile (violett/lila), die Inspiration für diese Farbzusammenstellung war eine Szene aus dem Film „Ein gutes Jahr“, in dem ein Restaurant in der Provence gezeigt wurde.

Emile ArlesDen Innenteil wollte ich in Arles malen, aussen Emile. Wollte ich. Jetzt bin ich nicht mehr so sicher. Wenigsten, was aussen betrifft. Die Schubladen habe ich ja schon angemalt, in Arles. Im Moment tendiere ich für aussen auf Emperor’s Silk (rot) unter Graphite (dunkles grau), oder allenfalls Graphite unter Emperor’s Silk.

Chalk Paint ™ by Annie Sloan Emperor's Silk

Was meint Ihr? Ich weiss, nicht klassischer Shabby Chic; aber das sind tatsächlich die wenigsten meiner Stücke.

Und dann ist da auch noch diese Kommode angefangen:

DSC_0017 DSC_0019 DSC_0021Die Farben hier sind für innen Antoinette und aussen Paris Grey und darüber trockengepinselt (dry brushed) Duck Egg Blue, alle Chalk Paint™ by Annie Sloan. Bei dieser Kommode stecke ich ein bisschen fest, weil die Abdeckung rissig war, ich spachteln und dann doch noch grosszügig abschleifen musste und nochmal muss. Und das kann ich nur im Freien machen, weil es ordentlich staubt.

Kennt Ihr das auch? Aufschieberitis? Mir „passiert“ das gelegentlich. Immer noch. Auch wenn es schon besser ist, als früher.

Ich würde mich über Rückmeldungen zur Farbwahl für den Pult und zur Aufschieberitis freuen. Einfach bei den Kommentaren kommentieren. Danke!

4 Gedanken zu “Mittendrin

  1. Gaby Wittwer schreibt:

    Liebes Heidi

    Ja, das mit den Fotos kenne ich! Diesen Wow-Effekt habe ich nur jedes 5. Mal… Habe mir nun vergenommen, eine Kiste mit Dekomaterial Griff bereit zu haben (d.h. sie muss in der Werkstatt stehen, sonst klappt es bereits wieder nicht), damit ich das fertige Möbel etwas dekorieren und dann fotografieren kann. Und ja, dann brauche ich noch irgendein Gestell, welches ich mit einem weissen Tuch verhängen kann, damit ich das Chaos in diesem Raum etwas kaschieren kann. Möbel vor dieses Tuch stellen, fotografieren, auf die Homepage laden… Wenn ich das nun so lese, tönt es, trotz der Idee mit der Deko-Kiste, nach viel Aufwand! Wahrscheinlich entscheide ich mich doch wieder fürs Anstreichen vom nächsten Möbel 🙂

    Von Herzen ein schönes und erholsames Wochenende
    Gaby Wittwer/26 Rose Garden

    • indiid schreibt:

      Hey Gaby
      wir sind ein bisschen bemitleidenswerte Möbel-Anmal-Junkies, nicht wahr?! Das ist auch die einzige „Gesundheitswarnung“, die ich den Kundinnen mit auf den Weg gebe: es kann süchtig machen UND ist hochansteckend! Ich wünsche dir ein wunderbares Wochenende!
      Heidigrüsse

  2. Corinna Bühler schreibt:

    hoi Heidi
    die Kommode in Blau gefällt mir sehr gut, obwohl ich nicht der Blaue-Typ bin. Die Schubladen sind dir sehr gut gelungen und ich bin gespannt auf das Finnish.
    Grüessli Corinna

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