Zwischenzeit

Vor ein paar Tagen habe ich Euch einen Einblick in die Werkstatt gewährt. (–>)

Zwischenzeitlich habe ich am Klapppult weiter gearbeitet. Bin aber immer noch „mittendrin“:

DSC_0002 DSC_0003 DSC_0004Die gewählten Farbnuancen sind Arles, Emperor’s Silk und Graphite, alle Chalk Paint™ Dekorative Farbe von Annie Sloan. Ich denke, dass ich kommende Woche weiter- und daran fertig arbeiten kann.

Grundsätzlich

… macht Möbel auffrischen mit Chalk Paint™ by Annie Sloan einfach Spass!

F., eine gute Freundin und neuerdings auch Kundin, hat nach ihrem ersten Versuch mit Chalk Paint™ kurz und bündig mitgeteilt: Annie Sloan for ever! Und aus gut unterrichteter Quelle weiss ich, dass nicht nur sie so denkt, sondern auch ihre drei quirligen Töchter, wie das folgende Foto zeigt:

Annie Sloan foreverEin paar Hinweise für Erstmalerinnen und Erstmaler möchte ich dennoch gerne geben. Chalk Paint™ by Annie Sloan ist eine geruchsneutrale, schnell trocknende Farbe, die keine bis fast keine Vorbereitungsarbeiten erfordert und auf praktisch allen Untergründen haftet. Einfacher gesagt: man muss die Möbel vorher nicht ablaugen (lassen) oder anschleifen. Das trifft für die meisten Möbel zu, besonders glänzende oder glatte Lackierungen sollte man anschleifen, dann hält die Farbe besser.

Meistens genügt ein einziger Anstrich, manchmal braucht es eineinhalb. Das heisst, nachdem der erste Anstrich trocken ist, bessert man allfällige „dünne“ Stellen nach. Es kann sein, dass die helleren Farben zwei Anstriche brauchen. Und je nachdem, ob man lieber mit „dicker“ oder dünner Chalk Paint™ malt, braucht es mehr (dünn) Anstriche oder weniger (dick). Und hier liegt meines Erachtens auch eine Herausforderung, wenn man das erste Mal mit Chalk Paint™ arbeitet. Sie unterscheidet sich in der Konsistenz von Farben oder Lacken, wie wir sie hier kennen. Und die Konsistenz kann auch von Farbton zu Farbton unterschiedlich sein. Grundsätzlich gilt aber: ist die Farbe zu dick, kann man sie mit Wasser verdünnen; ist sie zu dünn, flüssig, kann man sie ein, zwei Stunden geöffnet an der Luft stehen lassen und sie „dickt ein“. Bei meinen ersten Projekten habe ich die Farbe jeweils verdünnt, einfach, weil ich besser damit arbeiten konnte. Ich brauchte dann aber mehrere Anstriche, bis ich einen deckenden Anstrich hatte. Bei den ersten Möbeln habe ich der Haftfähigkeit der Chalk Paint™ auch noch nicht vertraut und die Möbel angeschliffen; in der Zwischenzeit erspare ich mir diese Arbeit.

Annie Sloan (ja, die Dame gibt es wirklich) ANNIE-Sloan-3-By_Penny_Millarhat die Farbe vor etwas mehr als 20 Jahren entwickelt. Sie wollte eine Farbe, die schnell trocknet (etwa 20 Minuten, je nach Umgebungstemparatur), umweltverträglich ist und mit der sie die Möbel „altern“ konnte. Und das ist ein weiterer Punkt, den man sich klar machen sollte, wenn man mit Chalk Paint™ arbeitet: dass die Farbe Struktur hinterlässt, das heisst, die Pinselstriche sichtbar sind, ist gewollt. Wer einen möglichst glatten, ebenen Anstrich haben möchte, muss eine andere Technik und einen anderen Pinsel verwenden. Grundsätzlich ist ein ebener Anstrich auch mit Chalk Paint™ machbar, aber gedacht, entwickelt wurde die Farbe zum Imitieren alter Anstriche. Die Farbpalette orientiert sich denn auch an den Farben des 18. Jahrhunderts oder des beginnenden 20. Jahrhunderts. Zum Auftragen verwendet man am besten einen ovalen Borstenpinsel, z.B. von Annie Sloan.Annie Sloan - Pure Bristle BrushesFür einen glatten Anstrich verwendet man einen synthetischen Flachpinsel (dünne Farbe) und schleift zwischen den einzelnen Anstrichen.

Versiegelt – oder auch veredelt – wird der Chalk Paint™-Anstrich mit Wachs. Annie hat dafür zwei Wachse entwickelt, Clear Wax und Dark Wax. Die beiden unterscheiden sich nicht nur durch die Farbe, auch die Konsistenz ist unterschiedlich, genau wie die Anwendung. Grundsätzlich sollte jedes Möbelstück, das mit Chalk Paint™ aufgefrischt – oder eben gealtert – wurde mit Clear Wax behandelt werden. Die samtigmatte Farbe erhält so eine Schutzschicht und nach dem Polieren einen seidenmatten Glanz. Der Anstrich sollte gut trocken sein, es empfiehlt sich erst am folgenden Tag zu wachsen. Die beste Anleitung zum Wachsen kommt von Annie selber: Wachs sollte aufgetragen werden wie eine teure Handcreme, sparsam und sorgfältig. Zum Wachsen kann man einen extragrossen, runden Borstenpinsel (von Annie) verwenden, ein Tuch (fusselfrei) oder – meine bevorzugte Technik – einen Schwamm. Wichtig ist wirklich, dass man wenig Wachs nimmt und es gut und mit etwas Druck einreibt und in kleineren Abschnitten arbeitet. Überschüssiges Wachs sollte man umgehend mit einem Tuch entfernen. Das Wachs benötigt 5 – 21 Tage bis es vollständig gehärtet ist. Möbelstücke, die erhöhter Beanspruchung ausgesetzt werden – z.B. Tischplatten – sollten mehrere Schichten Wachs erhalten, während den einzelnen Schichten ein, wei Tage festigen lassen. AnnieSloan2011_95Das dunkle Wachs wird zum Altern verwendet und sollte nur über helles Wachs aufgetragen werden. Zum Auftragen verwendet man einen anderen, für dunkles Wachs reservierten Pinsel, da dieses die Borsten verfärbt. Verzierungen und Schnitzereien kann man mit dem dunklen Wachs besonders betonen, da es in den tieferen Stellen liegenbleibt und diese akzentuiert. Falls man zu viel dunkles Wachs aufgetragen hat, kann dieses sofort mit einem Tuch und hellem Wachs abgerieben, resp. abgetragen werden.

Bei youtube.com findet man zahlreiche Anleitungen zum Arbeiten mit Chalk Paint™, natürlich auch von Annie herself, einfach Chalk Paint Annie Sloan eingeben, auswählen, anklicken und inspiriert werden.

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Sich ebenfalls inspirieren lassen und gleich selber den Pinsel in die Hand nehmen, könnt Ihr auch in einem Workshop. Der nächste Kreativtag auf dem Lande findet am 9. Oktober 2013 statt. Einen freien Platz hat es noch. Am 16. Oktober hat es noch einige freie Plätze. Interessenten können gerne einen Kommentar hinterlassen oder eine E-Mail schicken: charmant@indiid.ch. Im Workshop werden die drei Grundtechniken zum Arbeiten mit Chalk Paint™ und Wachs demonstriert und ausprobiert und ein eigenes, kleines Möbel kann dann aufgefrischt werden. Kleine Kästchen, Schemel oder auch ein Stuhl eignen sich gut in der verfügbaren Zeit. Die Kursmaterialien sind im Kursgeld inbegriffen, ebenso ein feiner Zmittag.

Ich werde bestimmt noch weitere Artikel zum Thema Arbeiten mit Chalk Paint™ veröffentlichen. Gerne beantworte ich darin auch Eure Fragen, die ihr in den Kommentaren hinterlassen könnt. Danke!

Heidi

Mittendrin

Ein Blick in meine Werkstatt – welche ich gerne Atelier nennen würde -, die aber doch nur eine umgenutzte Garage ist:

DSC_0010Eigentlich (achja dieses Eigentlich…) wollte ich den heutigen Nachmittag genau hier verbringen und den Schreibpult, den man rechts hinten sieht, auffrischen. Aber tausend wichtige Kleinigkeiten haben mich davon abgehalten.

Angefangen hat es damit, dass ich unbedingt noch ein Vorher-Foto von ebendiesem Pult machen wollte. Meistens bin ich so wild aufs Möbel aufmöbeln, dass ich mir die Zeit nicht nehme, die richtige Beleuchtung und das richtige Setting einrichte, um ein Vorher-Foto zu machen. Was grundsätzlich schade ist, weil es echt Spass macht und den Wow-Effekt erheblich steigert, wenn man sieht, wie die Möbel vorher ausgesehen haben. Und weil ich mir ab und zu gute Vorsätze nehme und sie auch (wenigstens für eine Weile) umsetze, wollte ich heute eben so ein Vorher-Foto machen. Eigentlich ein An-der-Arbeit-Foto, denn die Schubladen habe ich schon ein erstes Mal gestrichen (vorne im Bild, auf dem Tisch).

Weil ich also schon mal die Kamera in Händen und in der Garage hatte, habe ich gleich noch ein paar weitere Fotos gemacht und diese anschliessend hochgeladen, weil ich sie für einen Beitrag brauchte, den ich auch gleich noch geschrieben und gepostet habe. Wieder in der Werkstatt habe ich zwei kleine Garderoben von ihrem Garagendasein erlöst, gereinigt und ins Lädchen getragen. Dann habe ich mich von ein paar Etiketten ablenken lassen, und von ein paar Blogs, die auch unbedingt gelesen werden wollten – und vermutlich auch von mindestens einer Tasse Tee. Nach einem (weiteren) Blick auf die Lektionsplanung für die Deutschstunde vom Abend, habe ich sichergestellt, dass ich alles eingepackt hatte. Beim Gang in die Küche habe ich dann den Wäschekorb gesehen und die Wäsche nicht wie geplant – weil das Wetter nicht mitspielte – im Freien, sondern in der Waschküche aufgehängt. Und schwupps war’s auch schon Zeit, um in die Schule zu fahren.

DSC_0012 DSC_0013 DSC_0016Diesen antiken Schreibpult habe ich von meinem Götti für meine erste Wohnung erhalten. Meine Mutter hat ihn damals gereinigt, abgelaugt und behandelt. Vor ein paar Jahren haben wir ihn in den Estrich gestellt, davor stand er meistens im Wohnzimmer. Vor einem Jahr dann wollte ich ihn auffrischen und habe mir dazu Chalk Paint™ von Annie Sloan bestellt in den Farben Arles (gelb) und Emile (violett/lila), die Inspiration für diese Farbzusammenstellung war eine Szene aus dem Film „Ein gutes Jahr“, in dem ein Restaurant in der Provence gezeigt wurde.

Emile ArlesDen Innenteil wollte ich in Arles malen, aussen Emile. Wollte ich. Jetzt bin ich nicht mehr so sicher. Wenigsten, was aussen betrifft. Die Schubladen habe ich ja schon angemalt, in Arles. Im Moment tendiere ich für aussen auf Emperor’s Silk (rot) unter Graphite (dunkles grau), oder allenfalls Graphite unter Emperor’s Silk.

Chalk Paint ™ by Annie Sloan Emperor's Silk

Was meint Ihr? Ich weiss, nicht klassischer Shabby Chic; aber das sind tatsächlich die wenigsten meiner Stücke.

Und dann ist da auch noch diese Kommode angefangen:

DSC_0017 DSC_0019 DSC_0021Die Farben hier sind für innen Antoinette und aussen Paris Grey und darüber trockengepinselt (dry brushed) Duck Egg Blue, alle Chalk Paint™ by Annie Sloan. Bei dieser Kommode stecke ich ein bisschen fest, weil die Abdeckung rissig war, ich spachteln und dann doch noch grosszügig abschleifen musste und nochmal muss. Und das kann ich nur im Freien machen, weil es ordentlich staubt.

Kennt Ihr das auch? Aufschieberitis? Mir „passiert“ das gelegentlich. Immer noch. Auch wenn es schon besser ist, als früher.

Ich würde mich über Rückmeldungen zur Farbwahl für den Pult und zur Aufschieberitis freuen. Einfach bei den Kommentaren kommentieren. Danke!

Papierdesign im Lädchen

Per sofort gibt es einige neue Artikel im Laden. Passend bunt und im Vintage-Look sind sie eine ideale Ergänzung zu den Farben, den Möbeln und den verschiedenen Deko- und Stoffartikeln.

ellybis – buntes Papierdesign aus der Schweiz – kurz portraitiert:

Karos und Punkte, Ornamente und liebevolle Illustrationen, Sujets,
die durch sinnliche und verspielte Farbkombinationen auffallen,
dazu ein Schuss Vintage-Stil. Hochwertige Materialien und qualitativ
hochstehende Verarbeitung. Was im Jahr 2006 mit edlen kaschierten
Postkarten begann, ist mittlerweile zu einem gesuchten und
begehrten Brand für hochwertige Papierartikel geworden.

Zum Sortiment im Lädchen gehören Geschenkpapiere und Geschenkanhänger, Papierbeutel und Geschenkbänder, Klebe-Etiketten und Haftnotizen, Notizhefte und Notizbücher und der Jahresplaner für 2014.

Eigentlich würde ich Euch sehr gerne alle Artikel hier zeigen, aber heute will es mit der Formatierung des Blogs einfach nicht klappen. Ich habe schon am Nachmittag ein paar Stunden daran gearbeitet. Der Artikel war geschrieben, die Fotos eingefügt, aber bei jedem Abspeichern hat es alles verzogen und ganz hässlich dargestellt. Das hier ist so etwa der dreizehnte Versuch und wenn es so weitergeht wie es angefangen hat, gebe ich hier und jetzt auf.

Passiert. Es will einfach nicht, wie ich will. Darum füge ich hier jetzt einfach ganz unkommentiert eine Auswahl der Artikel ein.

Papierbeutel DSC_0019 DSC_0017 Notizblock Klebe-Etiketten Geschenkpapier Geschenkpapier

Papierbeutel

Notizheft

Haftnotizen

Notizblöcke

Klebe-Etiketten

Geschenkpapier

Geschenkpapier

Erschöpft, Eure Heidi