Kreativtage auf dem Lande

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Gemeinsam mit zwei lieben Frauen, Königstöchter alle beide, organisiere ich im September und Oktober Kreativtage auf dem Lande. Das Lande, das ist in diesem Fall der idyllisch gelegene Hof Neuhaus in Eggethof/Langrickenbach im Thurgau. Was danacht klingt, als ob sich hier Fuchs und Hase gute Nacht sagen, ist auch so!

Kreativtag heisst, drei Grundtechniken mit Chalk Paint™ von Annie Sloan kennen lernen und ausprobieren und ein eigenes, kleineres Möbelstück mit ebendieser gäbigen Farbe (kein Ablaugen, kein Anschleifen nötig) auffrischen.

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Aber auch sich inspirieren lassen von D’s (das ist die Frau des Hofes) liebevoll gestalteter und dekorierter Umgebung, shabby und charmant. Ebenso inspirierend dürfen auch die Gespräche beim feinen Mittagessen sein, das uns C. auftischen wird.

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Der Kreativtag soll also nicht einfach gschaffig und produktiv sein, sondern eben auch fürs Gemüt und die Geschmacksknospen.

An allen drei Daten hat es noch freie Plätze, am 5. September, am 9. Oktober und am 16. Oktober 2013. Wir beginnen um 09.30 Uhr und es dauert dann bis 16.00 Uhr. Die Kosten für die Materialien während des Workshops und das Mittagessen sind im Kurspreis von Fr. 125.– pro Person inbegriffen. Ab vier TeilnehmerInnen führen wir den Workshop durch, maximal sechs Personen je Workshop können teilnehmen – damits im gmüetlichen Bienehüsli beim Mittagessen nicht zu eng wird.

Und jetzt zurücklehnen und einfach nur ein paar fotografische Impressionen vom Lande und rund ums Bienehüsli – und drin – geniessen:

Auf dem Hof

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DSC_0028 DSC_0041 DSC_0035 DSC_0034 DSC_0033 DSC_0032 DSC_0030Im Bienehüsli drin (zuerst nur reingeblinzt)

DSC_0036 DSC_0039 DSC_0040 DSC_0037Gell, ich hab nicht zu viel versprochen!? Auf dem Lande ist es gar schön!

Ach ja, anmelden für den Kreativtag könnt Ihr Euch über charmant@indiid.ch oder
079 484 59 10.

Ein Päckli! Fotogeschichte

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Heute habe ich ein Päckli bekommen. Ist es nicht auf den ersten Blick schon ganz besonders!? Was so ganz herrlich wie ein schönes Geschenk aussieht, ist zwar nicht wirklich eines (ich habe mir die Herrlichkeiten bestellt), aber weil alles so liebevoll eingepackt und auch ein bisschen schnörkelig beigepackt war, ist es genau so herzlich angenommen worden (von mir) wie ein Geschenk! Ja, sogar eine Rechnung ist einfacher zu bezahlen, wenn sie in einem so hübschen Couvert eintrifft wie da eben!

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Also rasch weiter ausgepackt und dran gefreut!

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Meine ersten beiden Rollen Washi-Tape – oder wie die Baumhausfee sagt: Klebis – und zwei herzige Bündli Etiketten.

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Doch das wirklich ganz besondere, das eigentlich bestellte und erwartete ist im Körbchen. Die Etikette verrät es schon:

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Genau: ein indiid Stempel! So kann ich jetzt den Vintage- und Shabby-Möbeln, den Holzschildern und anderen Kreationen im wahrsten Sinne des Wortes meinen Stempel aufdrücken!

Es war wirklich ganz herrlich dieses Päckli zu bekommen und aufzumachen, auszupacken, weil die liebe Baumhausfee ein paar kleine Kleinigkeiten eingepackt hat, die ich nicht bestellt habe und die einfach das Päckli schön gemacht haben!

Australien liegt auf der anderen Seite der Welt – einfach ein paar Gedanken

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Und ich bin hier. An meinem Platz. Den ich mir ausgesucht habe. Auch wenn nicht immer ganz freiwillig. Oder bewusst.

Vor ein paar Tagen habe ich meinen Geburtstag gefeiert. Keinen runden. Keinen geraden. Keinen besonderen. Und doch ist seit ein paar Jahren jeder Geburtstag besonders. Durch die lieben Menschen, die an mich denken, die mich an diesem speziellen Tag besuchen und einfach Zeit mit mir verbringen. Jeden Geburtstagabend gehe ich glücklich und zufrieden ins Bett, obwohl die Zahlen immer grösser und bedrohlicher werden. Aber das ist interessanterweise gerade am Geburtstag nicht das wichtigste.

Werde ich „gäbig“ alt? Nein, ich mag nicht alt werden. Setze mich nicht gerne mit meiner eigenen Vergänglichkeit auseinander. Aber immer wieder bin ich auch mit mir und meinem Leben versöhnt, im Reinen, im Einklang. Und das tut gut. Denn für gewöhnlich bin ich eher der pessimistische Typ; mein Glas ist meistens halb leer, nicht halb voll. Obwohl, sogar das scheint sich mit den fortschreitenden Jahren zu verändern.

Eine liebe Freundin hat mir auf die Eröffnung von indiid geschrieben: „Ich finde das Leben über 40 ausserordentlich spannend und reich“. Recht hat sie! Und dabei wird mir bewusst, wie wenig ich im „Damals“ gelebt habe, als ich noch halb so alt war – oder nur 3/4 davon. Ja, wenn ich auf die vergangenen zwanzig Jahre zurückblicke, dann erkenne ich, wie ich mich damals leben liess anstatt zu leben. Wie ich mich leben liess von den Erwartungen anderer. Oder, schlimmer noch, von den Erwartungen, wie ich meinte, dass andere sie an mich haben.

Nun gehöre ich zu den 40+ und bin so ganz bei mir. Jetzt habe ich auch die Kraft und die Möglichkeiten meine Träume zu verwirklichen. indiid ist so ein Wirklichkeit gewordener Traum. indiid (vom englischen indeed, also tatsächlich oder in der Tat oder na sowas!) steht für mich darum in erster Linie dafür, nicht nur zu wünschen und zu träumen „ach, wäre doch…? – ach könnte ich… ! – ach, hätte ich…!“, sondern Schritte zu tun, vorwärts zu gehen, aktiv zu werden und auch etwas zu wagen – eben in die Tag umzusetzen. Ohne Garantie, dass es ohne Verluste gelingen wird. Ohne Gewissheit, dass ich das Richtige tue. Ohne Netzt und doppelten Boden.

Mit der Eröffnung von indiid habe ich einen Meilenstein erreicht, einen Traum wahrgemacht. Habe ich deshalb keine Träume mehr? „Wer sich keine Zeit nimmt zu träumen, verschenkt die Möglichkeit zu fliegen.“ Diesen Satz habe ich ebenfalls zur Eröffnung von indiid erhalten. Ich möchte weiterhin fliegen können, deshalb werde ich weiterhin träumen! Das Leben hält noch viel bereit, auch jenseits der 40 – also, eigentlich  diesseits der 40!

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So also habe ich mit 40 ausgesehen. Vielleicht bin ich doch nicht ganz mit meinem Alter versöhnt, wenn ich hier kein aktuelles Foto zeige…? Aber ich mag dieses Bild, und ich mag den Ort, an dem es aufgenommen wurde. Ich erinnere mich gerne an jenen Tag, den Ort, den Spaziergang und die Personen, mit denen ich unterwegs war. Auch Erinnerungen machen ein Leben diesseits der 40 reich. Aber das wäre vermutlich Stoff für einen weiteren Beitrag.

Was das nun alles mit Australien zu tun hat? Nichts. Auch keine Träume von Reisen nach Down Under.