Shabby White – oder auf der Suche nach den rechten Worten

CSC_0495Vergangene Woche habe ich diese kleine Schönheit aufgetakelt. Ich war so begierig darauf, ihr etwas shabby Charmantes zu entlocken, dass ich kein Vorher-Foto gemacht habe. Dafür dann nach getaner, zufriedener Arbeit ein paar Nachhers:

DSC_0492 DSC_0491Anschliessend hat D. sie glücklich und zufrieden wieder mit nach Hause genommen.

Im Englischen gibt es einen hübschen Ausdruck dafür: preloved and reloved. Etwas holperig auf Deutsch übersetzt: vorgeliebt und wieder geliebt. In diesem Fall von Ds Schwiegereltern vorgeliebt, und nach einigen Jahren abgestellt – aber nicht vergessen – auf dem Dachboden, von D wieder geliebt, nachdem der Tisch nun schäbig weiss (shabby white) restauriert wurde.

D übrigens hat ein zauberhaftes Gespür für alte, verborgene Schönheiten und einen intuitiven Sinn für gemütlich leichte Einrichtung mit Landhaus Charme.

Alles, was mit Shabby Chic* zu tun hat, kommt ja aus dem englischsprachigen Raum zu uns. Und mir scheint es, dass wir es noch nicht geschafft haben, eigene, wohlklingende Wörter dafür zu finden. Das mag einige nicht stören – und mich normalerweise auch nicht, bin ich doch des Englischen durchaus mächtig – aber es macht es mir dennoch schwer, das was ich mache „auf gut Deutsch“ zu beschreiben, erklären und erzählen. Vor allem wohl auch, weil ich über Seiten, Personen und Firmen aus dem englischen und amerikanischen Raum zu diesem Hobby, dieser Leidenschaft, „Möbel anzumalen“ gekommen bin. Und mich auch nach wie vor dort inspirieren und instruieren lasse.

Da! Möbel anmalen, zum Beispiel. Painted furniture oder auch faux-painting klingt gut und macht auch Sinn. Aber Möbel anmalen klingt irgendwie laienhaft; Möbel malen klingt, als würde man Möbelbilder malen. Faux-painting wird etwa so beschrieben: Faux painting or faux finishing are terms used to describe a wide range of decorative painting techniques. Aber sprechen wir von „dekorativen Maltechniken“ für das Auffrischen (upcycling) – denn vor dem Wort „restaurieren“ habe ich dann doch Ehrfurcht – von Möbeln.

Denn im Grunde genommen ist das ja wirklich faux-painting: ich male alte (manchmal auch nicht ganz so alte) Möbel an, mit neuer Farbe, um diesen neuen Anstrich dann so zu behandeln (decoratively), als wäre der Anstrich genau so alt und gebraucht (preloved) wie das alte Möbel. Oder älter als das nicht ganz so alte Möbel!

Die neue Farbe übrigens, die ich hauptsächlich brauche, ist Annie Sloan Chalk Paint im Farbton Original (meiner Meinung nach wirklich „the best paint in the world“, aber darüber werde ich ein anderes Mal erzählen).

Farbprofil von Original: http://www.anniesloan.com/acatalog/Original_profile.html

* Die Königin des Shabby Chic: https://www.rachelashwellshabbychiccouture.com/#

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